KI-Inventar erstellen: Alle KI-Systeme im Unternehmen erfassen
Ein KI-Inventar ist ein Verzeichnis aller KI-Systeme, die ein Unternehmen nutzt oder anbietet. Die KI-Verordnung schreibt es nicht ausdrücklich vor, aber ohne Überblick lässt sich nicht beurteilen, welche Pflichten gelten. Es ist deshalb der erste Schritt jeder KI-Governance.
Was hineingehört
- Name und Anbieter des Systems, Version oder Tarif
- Zweck: Wofür wird es eingesetzt, von wem?
- Rolle: Sind Sie Anbieter oder Betreiber?
- Risikoklasse nach der KI-Verordnung
- Verarbeitete Daten, insbesondere personenbezogene Daten
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorhanden? Datenverarbeitung in der EU?
- Verantwortliche Person und Datum der letzten Prüfung
Wie Sie vorgehen
- Sammeln: Abteilungen befragen, Software-Lizenzen und Abrechnungen durchsehen. Viele KI-Funktionen stecken in bestehender Software, etwa in CRM, Office oder Buchhaltung.
- Einstufen: Für jedes System die Risikoklasse bestimmen; der Fragebogen KI-Risikoklasse prüfen liefert einen Eintrag zum Kopieren.
- Lücken schließen: fehlende Verträge, Schulungen, Kennzeichnungen.
- Aktuell halten: neue Systeme vor der Einführung erfassen, das Verzeichnis halbjährlich prüfen.
Verbindung zur DSGVO
Wo KI personenbezogene Daten verarbeitet, gehört der Vorgang ohnehin ins Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Beide Verzeichnisse lassen sich gut verknüpfen. Regeln für die Nutzung hält eine KI-Richtlinie fest.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
KI-Risikoklasse prüfenKI-Systeme nach EU AI Act einstufen, mit Pflichten und Fristen.
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