KI-Bilder für die Website: Erstellen, einbinden, rechtlich absichern

2 Min. LesezeitStand 08.10.2026Mit KI erstellt · redaktionell geprüft

KI-Bilder für die Website sind schnell erzeugt und günstiger als ein Fotoshooting. Sie eignen sich gut für Illustrationen, Hintergründe und Symbolbilder. Für Teamfotos, echte Produkte und Referenzen sind sie dagegen ungeeignet, denn wer Besucher mit erfundenen Bildern täuscht, verliert Vertrauen. Dazu kommen Fragen zu Format, Barrierefreiheit und Rechten.

Wo KI-Bilder passen und wo nicht

  • Gut geeignet: Illustrationen für Blogbeiträge, abstrakte Titelbilder, Hintergründe, Symbolbilder für Themen ohne echtes Motiv.
  • Mit Vorsicht: Bilder mit Menschen. Sie wirken schnell austauschbar, und Hände oder Schrift sind immer noch Fehlerquellen.
  • Ungeeignet: Ihr Team, Ihre Räume, Ihre Produkte, Kundenprojekte. Hier erwarten Besucher echte Fotos.

Einen einheitlichen Stil festlegen

Das größte Problem von KI-Bildern auf Websites ist der Stilbruch: jedes Bild in anderer Farbwelt und Machart. Legen Sie deshalb einen Stil fest und verwenden Sie ihn in jedem Prompt gleich, etwa „flache Illustration, zwei Farben aus der Markenpalette, viel Weißraum, keine Schrift“. Beim Formulieren hilft der Bild-Prompt-Generator. Weitere Tipps stehen im Ratgeber Bild-Prompts schreiben.

Format und Ladezeit

Bildgeneratoren liefern oft große PNG-Dateien. Bevor sie auf die Website kommen:

  1. auf die tatsächlich benötigte Größe verkleinern
  2. in ein modernes Format wie WebP oder AVIF umwandeln
  3. bei Bedarf mehrere Größen für Mobil und Desktop bereitstellen
  4. Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert laden

Unoptimierte Bilder sind einer der häufigsten Gründe für langsame Seiten.

Alt-Texte nicht vergessen

Jedes inhaltlich relevante Bild braucht einen Alternativtext für Menschen, die Bilder nicht sehen können, und für Suchmaschinen. Rein dekorative Bilder bekommen ein leeres Alt-Attribut. Ein guter Alt-Text beschreibt in einem Satz, was zu sehen ist und warum es für den Text wichtig ist. KI kann Vorschläge machen, wenn Sie ihr das Bild zeigen; prüfen Sie sie mit dem Alt-Text-Prüfer. Mehr zur Barrierefreiheit im Ratgeber KI und Barrierefreiheit.

Rechte und Nutzungsbedingungen

Ob Sie ein KI-Bild kommerziell nutzen dürfen, hängt zuerst von den Bedingungen des Anbieters ab; bei den gängigen Bezahltarifen ist das meist erlaubt. Rein maschinell erzeugte Bilder sind nach verbreiteter Auffassung in Deutschland nicht urheberrechtlich geschützt, weil es an einer menschlichen Schöpfung fehlt. Das heißt auch: Andere dürfen Ihre KI-Bilder unter Umständen ebenfalls verwenden. Vorsicht bei Prompts, die bekannte Figuren, Marken oder den Stil lebender Künstler nachahmen. Details erklären die Ratgeber KI und Urheberrecht und KI-Bilder kommerziell nutzen; das ist keine Rechtsberatung.

Kennzeichnen?

Seit 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Art. 50 der KI-Verordnung. Für Deepfakes, also realistisch wirkende Darstellungen echter Personen, Orte oder Ereignisse, ist eine Offenlegung vorgeschrieben. Eine schlichte Illustration fällt in der Regel nicht darunter. Viele Websites kennzeichnen KI-Bilder trotzdem freiwillig, etwa in der Bildunterschrift oder im Impressum. Textvorschläge liefert der KI-Kennzeichnung-Generator.

Bilder nachbearbeiten

Kaum ein KI-Bild ist ohne Nacharbeit fertig. Prüfen Sie jedes Bild in voller Größe auf typische Fehler: verzerrte Hände, unlesbare Pseudo-Schrift, doppelte Gegenstände, unlogische Schatten. Kleine Fehler lassen sich in der Bildbearbeitung oder mit der Bearbeitungsfunktion des Generators korrigieren. Schneiden Sie Bilder auf das Seitenverhältnis zu, das Ihre Website tatsächlich nutzt, statt sie automatisch beschneiden zu lassen.

Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

Alt-Text-PrüferBildbeschreibungen auf Länge, Dateinamen und Stichwort-Häufung prüfen.
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