Copilot-Nutzung messen: Kennzahlen, Berichte und Befragungen
Copilot-Nutzung messen ist nötig, um zwei Fragen zu beantworten: Wird Copilot überhaupt genutzt, und bringt die Nutzung etwas? Die erste Frage beantworten Berichte aus Microsoft 365, für die zweite brauchen Sie zusätzlich Befragungen und eigene Messungen.
Welche Daten Microsoft liefert
- Nutzungsberichte im Microsoft 365 Admin Center: wie viele lizenzierte Personen Copilot aktiv verwenden und in welchen Apps.
- Copilot Dashboard: Auswertungen zu Bereitschaft, Nutzung und Wirkung, je nach Lizenz und Einstellung auch nach Gruppen.
- Analysen in Copilot Studio: für eigene Agenten Gesprächszahlen, gelöste Anfragen und Verbrauch an Copilot Credits.
Für Agenten beschreibt die Anleitung Copilot-Studio-Verbrauch überwachen die Auswertung des Credit-Verbrauchs.
Kennzahlen, die wirklich zählen
| Kennzahl | Aussage |
|---|---|
| Aktive Nutzer | Wird Copilot genutzt? |
| Nutzung je App | Wo hilft es im Alltag? |
| Regelmäßigkeit | Gewohnheit oder Ausprobieren? |
| Zeitersparnis | Lohnt sich die Lizenz? |
| Zufriedenheit | Würden Nutzer verzichten? |
Reine Aktivitätszahlen sagen wenig über den Nutzen. Wer Copilot einmal pro Woche für eine lange Besprechung nutzt, kann mehr Zeit sparen als jemand, der täglich kurze Fragen stellt.
Zeitersparnis erfassen
- Ausgangswerte vor dem Start für typische Aufgaben schätzen lassen, etwa Minuten je Protokoll oder Angebot.
- Nach einigen Wochen erneut fragen, wie lange dieselben Aufgaben mit Copilot dauern.
- Stichproben beobachten statt nur zu befragen: Selbsteinschätzungen sind oft zu optimistisch.
- Qualität mitbewerten: Zeitersparnis zählt nur, wenn das Ergebnis nicht schlechter ist.
Aus Zeitersparnis, Stundensatz und Lizenzpreis berechnet der Copilot-ROI-Rechner, ab wann sich die Lizenz trägt. Allgemeine Grundlagen zur Wirtschaftlichkeit bietet der KI-ROI-Rechner.
Datenschutz bei der Auswertung
Nutzungsdaten auf Personenebene sind heikel. Bewerten Sie Teams und Rollen, nicht einzelne Beschäftigte, und klären Sie mit dem Betriebsrat, welche Auswertungen zulässig sind. Viele Berichte lassen sich anonymisiert oder mit Mindestgruppengrößen nutzen. Hintergründe in KI und Betriebsrat.
Was Sie aus den Zahlen machen
- Lizenzen umverteilen: Wer Copilot über Wochen kaum nutzt, gibt die Lizenz an Kollegen mit höherem Bedarf ab.
- Schulung nachsteuern: Niedrige Nutzung in einer App deutet oft auf fehlende Beispiele hin, nicht auf fehlenden Nutzen.
- Erfolgreiche Anwendungsfälle teilen: konkrete Beispiele aus dem eigenen Haus überzeugen mehr als Herstellerangaben.
Die Messung gehört von Anfang an in den Einführungsplan; siehe Copilot-Einführung planen.
Ein einfaches Messkonzept
- Vor dem Start: Ausgangswerte und Erwartungen je Rolle festhalten.
- Nach vier Wochen: Nutzungsberichte prüfen und eine kurze Befragung durchführen.
- Nach drei Monaten: Zeitersparnis, Zufriedenheit und Kosten gegenüberstellen.
- Danach regelmäßig, etwa vierteljährlich, Lizenzen und Schulungen anpassen.
Halten Sie die Befragung kurz: drei bis fünf Fragen genügen, etwa zur Häufigkeit, zu den wichtigsten Anwendungsfällen und zur geschätzten Zeitersparnis pro Woche.
Agenten und Cowork einbeziehen
Neben der Lizenz entstehen Kosten durch Agenten und Cowork-Aufgaben, die in Copilot Credits abgerechnet werden. Diese Verbrauchsdaten gehören in dieselbe Auswertung. Nur so sehen Sie die tatsächlichen Gesamtkosten je Nutzer und können entscheiden, ob Ausgabenlimits angepasst werden müssen. Hinweise zur Planung gibt der Rechner Ausgabenlimits planen.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.