KI-Bild-Herkunft prüfen
KI-Bild-Herkunft prüfen: Bilddatei lokal nach C2PA-Manifest, XMP- und IPTC-Angaben sowie Spuren von Bildgeneratoren durchsuchen, ohne Upload.
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| Fundstelle | Befund | Bedeutung |
|---|
Die Datei wird nur lokal gelesen und nicht hochgeladen. Das Ergebnis ist ein Hinweis, kein Nachweis: Fehlende Metadaten beweisen nicht, dass ein Bild echt ist, und vorhandene Angaben können gefälscht sein.
Was Metadaten über die Herkunft verraten
Mit diesem Werkzeug können Sie die KI-Bild-Herkunft prüfen, soweit sie in der Datei selbst vermerkt ist. Viele Bildgeneratoren und Bildbearbeitungen schreiben Herkunftsangaben in die Metadaten: ein C2PA-Manifest, bekannt als Content Credentials, XMP-Metadaten mit dem IPTC-Feld DigitalSourceType oder Textfelder in PNG-Dateien, in denen manche Oberflächen für Stable Diffusion Prompt und Einstellungen ablegen. Das Werkzeug liest die Datei lokal, durchsucht diese Stellen und erklärt, was die Funde bedeuten.
Der deutlichste Hinweis ist der IPTC-Wert trainedAlgorithmicMedia im Feld DigitalSourceType; er bedeutet, dass das Bild mit einem trainierten Modell erzeugt wurde. compositeWithTrainedAlgorithmicMedia steht für ein Bild, in das KI-Inhalte eingefügt wurden. Ein C2PA-Manifest erkennt das Werkzeug an den Markierungen in JPEG-Segmenten (APP11, JUMBF), PNG-Blöcken (caBX) oder WebP-Blöcken. Es prüft die kryptografische Signatur aber nicht; dafür braucht es ein Werkzeug, das C2PA vollständig auswertet. Zusätzlich sucht es in XMP, EXIF-Feldern wie Software und PNG-Texten nach Namen bekannter Generatoren. So lässt sich ein KI-Bild erkennen, wenn die Angaben noch vorhanden sind. Wie Sie selbst erzeugte Inhalte kennzeichnen, zeigt der KI-Kennzeichnung-Generator.
Grenzen: Metadaten gehen beim Speichern, Bearbeiten oder Hochladen auf viele Plattformen verloren und lassen sich leicht fälschen. Unsichtbare Wasserzeichen in den Bildpixeln, wie sie einige Anbieter einsetzen, erkennt das Werkzeug nicht. „Keine Hinweise gefunden“ heißt daher nur, dass in der Datei nichts vermerkt ist.
Anleitung: KI-Bild-Herkunft prüfen in 4 Schritten
- Wählen Sie unter „Bilddatei“ ein JPEG, PNG oder WebP aus; die Datei bleibt auf Ihrem Gerät.
- Lesen Sie die Zusammenfassung und die Tabelle der Fundstellen.
- Prüfen Sie im Feld „Gefundene Metadaten“ die ausgelesenen Texte wie XMP oder PNG-Textfelder.
- Prüfen Sie ein gefundenes C2PA-Manifest bei Bedarf zusätzlich mit einem Werkzeug, das die Signatur verifiziert.
Typische Anwendungsfälle
- Redaktion: schnelle Erstprüfung eines eingesandten Bildes auf Herkunftsangaben.
- Eigene KI-Bilder kontrollieren, ob die Kennzeichnung in den Metadaten nach dem Export noch vorhanden ist.
- Social-Media-Team: prüfen, ob ein Bild aus einer Bilddatenbank als KI-generiert markiert ist.
- Schulung zu Content Credentials und Metadaten an echten Beispieldateien.
Häufige Fragen
Kann das Werkzeug sicher erkennen, ob ein Bild KI-generiert ist?
Nein. Es findet nur Angaben in den Metadaten. Fehlen sie, kann das Bild trotzdem KI-generiert sein; sind sie vorhanden, können sie verändert worden sein. Das Ergebnis ist ein Hinweis, kein Beweis.
Was ist C2PA?
C2PA ist ein offener Standard der Coalition for Content Provenance and Authenticity. Ein C2PA-Manifest beschreibt, wie ein Inhalt entstanden und bearbeitet wurde, und ist kryptografisch signiert. Bekannt ist es auch unter dem Namen Content Credentials.
Was bedeutet trainedAlgorithmicMedia?
Das ist ein Wert aus dem IPTC-Vokabular für das Feld DigitalSourceType. Er kennzeichnet Medien, die von einem mit Daten trainierten Modell erzeugt wurden, also typische KI-Bilder.
Wird mein Bild hochgeladen?
Nein. Die Datei wird mit dem FileReader im Browser gelesen und verlässt Ihr Gerät nicht.
Warum fehlen Metadaten oft bei Bildern aus sozialen Netzwerken?
Viele Plattformen rechnen hochgeladene Bilder neu und entfernen dabei Metadaten, teils auch C2PA-Daten. Ein Bild, das über Messenger oder soziale Netzwerke weitergegeben wurde, trägt deshalb oft keine Herkunftsangaben mehr.
Kann ich mit dem Werkzeug ein Foto als echt nachweisen?
Nein. Das Werkzeug findet nur Hinweise in den Metadaten. Selbst ein signiertes C2PA-Manifest einer Kamera belegt nur, was das Gerät aufgezeichnet hat, nicht ob das Motiv gestellt war. Für Beweisfragen braucht es forensische Fachleute.
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