KI-Betriebsvereinbarung: Checkliste
Die Checkliste zur KI-Betriebsvereinbarung führt durch alle Punkte, die Arbeitgeber und Betriebsrat bei KI klären sollten: Mitbestimmung, Leistungskontrolle, Datenschutz, Schulung und Verfahren.
Beteiligung und Rechtsrahmen
Geltungsbereich und Systeme
Zweck und Kontrolle
Datenschutz und Sicherheit
Qualifizierung und Arbeit
Transparenz
Verfahren
Keine Rechtsberatung. Die Vorlage fasst gesicherte Grundlagen vereinfacht zusammen und ersetzt nicht die Prüfung im Einzelfall, im Zweifel mit Ihrer Rechtsabteilung oder Ihrem Datenschutzbeauftragten. Alles läuft in Ihrem Browser, Eingaben verlassen Ihr Gerät nicht.
Mitbestimmung bei KI
Die Checkliste für eine KI-Betriebsvereinbarung sammelt 31 Punkte, die Arbeitgeber und Betriebsrat bei KI-Werkzeugen regelmäßig klären müssen, von der Unterrichtung bis zur Kündigung der Vereinbarung. Zentral ist die Mitbestimmung nach § 87 BetrVG Abs. 1 Nr. 6: Sie greift schon, wenn ein System objektiv geeignet ist, Verhalten oder Leistung zu überwachen. Das trifft auf fast alle KI-Dienste mit Protokollen und Nutzungsstatistiken zu, auch auf Microsoft 365 Copilot.
Seit dem Betriebsrätemodernisierungsgesetz von 2021 nennt das Betriebsverfassungsgesetz KI ausdrücklich: bei der Unterrichtung über Arbeitsverfahren (§ 90), bei Auswahlrichtlinien (§ 95 Abs. 2a) und bei Sachverständigen, deren Hinzuziehung bei KI als erforderlich gilt (§ 80 Abs. 3). Für das Thema Betriebsrat KI heißt das: frühzeitig einbinden und die Leistungskontrolle klar begrenzen. Dazu kommen die KI-Verordnung mit KI-Kompetenz (Art. 4) und Kennzeichnung (Art. 50) sowie der Datenschutz für Beschäftigtendaten.
Bewährt hat sich eine Rahmenvereinbarung mit Anlagen je System. Die Checkliste speichert Status und Notizen nur in diesem Browser; mit dem Export erhalten Sie die offenen Punkte als Liste für die nächste Sitzung. Sie ersetzt keine Beratung durch Fachanwälte oder Gewerkschaften.
Anleitung: KI-Betriebsvereinbarung in 4 Schritten
- Gehen Sie die Punkte gruppenweise durch und setzen Sie je Punkt den Status: offen, geregelt oder nicht relevant.
- Ergänzen Sie unter „Notiz“ Fundstellen oder Absprachen, etwa die Anlage, in der etwas geregelt ist.
- Behalten Sie den Fortschritt oben im Blick; der Stand bleibt in diesem Browser gespeichert.
- Exportieren Sie mit „Als Markdown kopieren“ die offenen Punkte für die nächste Verhandlungsrunde.
Typische Anwendungsfälle
- Arbeitgeber und Betriebsrat bereiten eine Rahmen-Betriebsvereinbarung für KI-Werkzeuge vor.
- Vor der Einführung von Microsoft 365 Copilot wird geprüft, ob eine bestehende IT-Vereinbarung ausreicht.
- Der Betriebsrat sammelt Fragen, bevor er einen Sachverständigen hinzuzieht.
- Personalabteilungen prüfen eine Vereinbarung nach einem Jahr auf Lücken.
Häufige Fragen
Ist eine Betriebsvereinbarung für KI Pflicht?
Wenn ein Betriebsrat besteht und das System zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle geeignet ist, ist er nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu beteiligen. Üblich ist dann eine Betriebsvereinbarung.
Reicht eine bestehende IT-Rahmenvereinbarung?
Manchmal. Prüfen Sie, ob sie KI-spezifische Punkte wie Training mit Eingaben, wechselnde Funktionen und Kennzeichnung abdeckt.
Was ist bei Microsoft 365 Copilot zu beachten?
Unter anderem Nutzungsberichte, Zugriff auf Chatverläufe, Berechtigungen auf Dateien und Schulung. Diese Punkte finden Sie in der Checkliste.
Wird mein Stand gespeichert?
Ja, nur lokal in Ihrem Browser. Mit „Zurücksetzen“ löschen Sie ihn.
Braucht jedes KI-Werkzeug eine eigene Betriebsvereinbarung?
Nicht unbedingt. Verbreitet ist eine Rahmenvereinbarung mit Anlagen je System, in denen Zweck, Daten und Auswertungen konkret beschrieben sind.
Was gilt in Betrieben ohne Betriebsrat?
Die Mitbestimmung entfällt, Datenschutz, KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-Verordnung und Informationspflichten gelten weiter. Eine interne KI-Richtlinie ist dann besonders wichtig.
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