Prompts für Marketing: Vorlagen für Kampagnen, Anzeigen und Mails
Prompts für Marketing liefern dann gute Ergebnisse, wenn sie Zielgruppe, Angebot und Kanal präzise beschreiben. KI ist im Marketing besonders stark darin, viele Varianten schnell zu erzeugen, Ideen zu sortieren und Texte für verschiedene Kanäle anzupassen. Die Entscheidung, was wirklich zur Marke passt, bleibt bei Ihnen.
Grundlage: ein Marketing-Briefing
Legen Sie einmal ein kurzes Briefing an und nutzen Sie es in allen Prompts wieder:
<briefing>
Angebot: Online-Buchhaltungskurs für Selbstständige, 6 Wochen
Zielgruppe: Freiberufler im ersten bis dritten Jahr
Problem der Zielgruppe: Angst vor Fehlern bei der Steuer
Belegbare Vorteile: Live-Fragestunde, Vorlagen zum Download
Tonalität: sachlich, ermutigend, keine Übertreibungen
</briefing>
Belegbare Vorteile sind wichtig: Das Modell soll keine Versprechen erfinden, die Sie nicht halten können.
Vorlagen für typische Aufgaben
- Zielgruppe verstehen: „Liste zehn Fragen und Einwände, die Personen aus dem Briefing vor dem Kauf haben könnten.“
- Anzeigentexte: „Schreibe fünf Varianten einer Anzeige mit Überschrift (max. 30 Zeichen) und Text (max. 90 Zeichen). Jede Variante betont einen anderen Vorteil.“
- Newsletter: „Schreibe einen Newsletter mit 150 Wörtern, der einen Einwand aus der Liste aufgreift und entkräftet.“
- Social Media: „Mache aus diesem Blogabsatz drei Beiträge für LinkedIn mit unterschiedlichem Einstieg.“
- Landingpage: „Gliedere eine Landingpage in Abschnitte und nenne je Abschnitt das Ziel.“
Varianten gezielt erzeugen
Bitten Sie nicht einfach um „zehn Varianten“. Die Ergebnisse ähneln sich sonst stark. Besser ist, die Richtung jeder Variante vorzugeben: eine nutzenorientiert, eine mit Frage, eine mit Zahl, eine mit Bezug auf ein Problem. So entsteht echte Auswahl für A/B-Tests. Betreffzeilen testen Sie anschließend mit dem Betreffzeilen-Tester, Kampagnenlinks versehen Sie mit dem UTM-Link-Generator.
Markenstimme festhalten
Damit Texte konsistent klingen, beschreiben Sie Ihre Markenstimme in wenigen Regeln und geben zwei echte Beispieltexte mit. Speichern Sie dieses Paket als Vorlage im Team; Hinweise dazu stehen im Ratgeber Prompt-Vorlagen im Team. Wie sich Tonlagen gezielt steuern lassen, erklärt Ton und Stil im Prompt.
Was rechtlich zu beachten ist
Werbeaussagen müssen stimmen, auch wenn sie von einer KI stammen. Vergleiche mit Wettbewerbern, Testsiegel oder Preisangaben gehören vor der Veröffentlichung geprüft. Kundendaten gehören nur in Dienste mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Für KI-generierte Bilder oder Videos können Kennzeichnungspflichten greifen; einen Überblick gibt der Ratgeber KI-Kennzeichnungspflicht. Dies ist keine Rechtsberatung.
Ergebnisse überarbeiten
KI-Marketingtexte neigen zu großen Worten. Ein Überarbeitungsprompt hilft: „Ersetze allgemeine Werbewörter durch konkrete Angaben aus dem Briefing.“ Verbleibende Phrasen markiert der KI-Floskel-Finder. Weitere Einsatzfelder beschreibt der Ratgeber KI im Marketing.
Ergebnisse messen statt raten
Ob ein KI-Text besser funktioniert als der bisherige, entscheidet nicht das Bauchgefühl, sondern die Zahl der Öffnungen, Klicks oder Anfragen. Testen Sie deshalb immer nur eine Änderung gegen die bisherige Fassung, und notieren Sie, mit welchem Prompt die siegreiche Variante entstanden ist. Mit der Zeit entsteht so eine Sammlung von Prompts, die für Ihre Zielgruppe nachweislich funktionieren.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.