Wer haftet für KI-Fehler? Haftung bei Einsatz von KI
Wer haftet für KI-Fehler? Grundsätzlich derjenige, der ein KI-Ergebnis verwendet oder weitergibt, genau wie bei jedem anderen Arbeitsmittel. „Die KI war es“ entlastet nicht. Daneben können Anbieter und Hersteller haften, und für Software gelten bald strengere Regeln. Dieser Überblick ersetzt keine Rechtsberatung.
Haftung von Unternehmen gegenüber Kunden
Gibt ein Unternehmen falsche Auskünfte, liefert fehlerhafte Arbeit oder verletzt Rechte Dritter, haftet es nach den üblichen Regeln aus Vertrag und Gesetz. Dass ein Text oder eine Auskunft von einer KI stammt, ändert daran nichts. Auch Aussagen eines Chatbots auf der Website können dem Unternehmen zugerechnet werden.
Haftung der KI-Anbieter
Die Nutzungsbedingungen der großen Anbieter schließen Haftung für die Richtigkeit von Ergebnissen weitgehend aus. Ansprüche gegen sie sind deshalb meist schwer durchzusetzen.
Neue Produkthaftung für Software
Die überarbeitete EU-Produkthaftungsrichtlinie (EU) 2024/2853 erfasst ausdrücklich auch Software einschließlich KI-Systemen. Hersteller haften dann verschuldensunabhängig für Schäden durch fehlerhafte Produkte, etwa Personen- oder Sachschäden. Die Mitgliedstaaten müssen sie bis Dezember 2026 umsetzen. Eine eigene KI-Haftungsrichtlinie hat die EU-Kommission dagegen 2025 zurückgezogen.
Vorsorge in der Praxis
- KI-Ergebnisse vor der Weitergabe prüfen, besonders Zahlen, Fakten und Rechtsauskünfte.
- Verantwortlichkeiten und Prüfschritte in einer KI-Richtlinie festlegen.
- Chatbots so einrichten, dass sie keine verbindlichen Zusagen machen.
- Prüfen, ob Ihre Betriebshaftpflicht KI-bedingte Schäden abdeckt.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.