Zweierkomplement berechnen

Zweierkomplement berechnen für 4 bis 64 Bit: Dezimalzahl in Bitmuster und zurück, mit Einerkomplement, Hex, signed und unsigned und Rechenweg.

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Rechenweg
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DarstellungWert

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So funktioniert das Zweierkomplement

Das Zweierkomplement ist die Art, wie praktisch alle Prozessoren ganze Zahlen mit Vorzeichen speichern. Eine negative Binärzahl entsteht, indem man den Betrag binär schreibt, alle Bits umkehrt (das ergibt das Einerkomplement) und 1 addiert. Mit 8 Bit wird aus 42 = 0010 1010 zunächst 1101 0101 und dann −42 = 1101 0110. Das höchste Bit ist das Vorzeichenbit: Steht dort eine 1, ist die Zahl negativ.

Mit diesem Werkzeug können Sie das Zweierkomplement berechnen und in beide Richtungen arbeiten: Geben Sie eine Dezimalzahl ein, erscheint das Bitmuster für die gewählte Breite. Geben Sie ein Bitmuster ein, sehen Sie, welche Zahl es als signed und unsigned bedeutet. So wird etwa 0xFF bei 8 Bit zu −1 mit Vorzeichen und zu 255 ohne Vorzeichen. Der Vorteil des Verfahrens: Addition und Subtraktion funktionieren für positive und negative Zahlen mit derselben Schaltung, und es gibt nur eine Null.

Der Wertebereich bei n Bit reicht von −2n−1 bis 2n−1−1, bei 8 Bit also von −128 bis 127. Die kleinste Zahl hat kein positives Gegenstück; ihr Zweierkomplement ist sie selbst, was in Programmen zu Überläufen führen kann. Zum Umrechnen zwischen Zahlensystemen ohne Vorzeichen nutzen Sie die Seite Zahlensysteme umrechnen, für Gleitkommazahlen den IEEE-754-Rechner.

Anleitung: Zweierkomplement in 4 Schritten

  1. Eine Dezimalzahl mit Vorzeichen oder ein Bitmuster in binärer oder 0x-Schreibweise eingeben.
  2. Die Bitbreite wählen: 4, 8, 16, 32 oder 64 Bit.
  3. Unter „Rechenweg“ verfolgen, wie aus Betrag, Einerkomplement und Addition von 1 das Ergebnis entsteht.
  4. Unter „Alle Darstellungen“ signed, unsigned und Hex ablesen und das Bitmuster kopieren.

Typische Anwendungsfälle

  • Klausurvorbereitung in technischer Informatik: den Rechenweg für negative Binärzahlen nachvollziehen.
  • Sensor- oder Registerwerte deuten, die als 16-Bit-Wert wie 0xFFF6 ankommen und eigentlich −10 bedeuten.
  • Überläufe verstehen, etwa warum eine 8-Bit-Zahl mit Vorzeichen nach 127 auf −128 springt.
  • Hex-Werte aus einem Debugger oder Hexdump in signed und unsigned Dezimalzahlen übersetzen.
Fragen

Häufige Fragen

Wie bildet man das Zweierkomplement?

Betrag binär mit der gewünschten Bitbreite schreiben, alle Bits invertieren und 1 addieren. Für −5 mit 8 Bit: 0000 0101, invertiert 1111 1010, plus 1 ergibt 1111 1011.

Was ist der Unterschied zum Einerkomplement?

Beim Einerkomplement werden nur die Bits invertiert. Dadurch gibt es zwei Nullen (+0 und −0) und die Addition braucht eine Korrektur. Das Zweierkomplement vermeidet beides.

Woran erkenne ich, ob ein Bitmuster negativ ist?

Am Vorzeichenbit, dem höchstwertigen Bit. Ist es 1, ist die Zahl im Zweierkomplement negativ. Der Wert ergibt sich, indem man vom vorzeichenlosen Wert 2 hoch Bitbreite abzieht.

Was heißt signed und unsigned?

Signed bedeutet, dass das Bitmuster als Zahl mit Vorzeichen im Zweierkomplement gelesen wird, unsigned als nicht negative Zahl. Dasselbe Muster 1111 1111 ist signed −1 und unsigned 255.

Wie rechne ich eine negative Binärzahl in Dezimal um?

Ist das Vorzeichenbit 1, alle Bits invertieren, 1 addieren und das Ergebnis mit Minuszeichen lesen. Beispiel mit 8 Bit: 1111 0110 wird zu 0000 1001, plus 1 ergibt 0000 1010, also −10.

Welchen Wertebereich hat eine 16-Bit-Zahl mit Vorzeichen?

Von −32.768 bis 32.767. Ohne Vorzeichen reicht derselbe 16-Bit-Wert von 0 bis 65.535; mit 32 Bit und Vorzeichen sind es −2.147.483.648 bis 2.147.483.647.

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