Negative Anweisungen im Prompt: Warum „nicht“ oft nicht wirkt
Negative Anweisungen im Prompt wie „Verwende keine Fachbegriffe“ oder „Schreibe nicht zu lang“ wirken oft schwächer als erwartet. Manchmal lenken sie die Aufmerksamkeit sogar auf genau das, was vermieden werden soll. Positive Formulierungen sind meist zuverlässiger.
Warum Verbote schwächer wirken
Ein Verbot sagt dem Modell, was es nicht tun soll, aber nicht, was stattdessen richtig ist. Zudem steht das unerwünschte Wort im Prompt und wird damit wahrscheinlicher. Moderne Modelle befolgen Verbote besser als frühere, eindeutige positive Anweisungen bleiben aber die sicherere Wahl.
Besser formulieren
- Statt „Keine Fachbegriffe“: „Schreibe so, dass es jemand ohne Vorwissen versteht; erkläre nötige Begriffe in einem Halbsatz.“
- Statt „Nicht zu lang“: „Höchstens 120 Wörter.“
- Statt „Keine Aufzählungen“: „Schreibe in zusammenhängenden Absätzen.“
- Statt „Erfinde nichts“: „Nutze nur Informationen aus dem Text. Wenn etwas fehlt, schreibe ‚nicht angegeben‘.“
Wann Verbote sinnvoll sind
Für harte Grenzen sind Verbote richtig: „Nenne keine Preise“, „Gib keine medizinischen Diagnosen“. Kombinieren Sie sie mit einer Anweisung, was stattdessen passieren soll: „Verweise in diesem Fall an den Kundenservice.“
Ihren Prompt prüft der Prompt-Prüfer auf typische Schwächen; weitere Tipps stehen in Gute Prompts schreiben.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.