Was ist künstliche Intelligenz? Eine klare Erklärung ohne Fachchinesisch
Was ist künstliche Intelligenz? Kurz gesagt: Software, die Aufgaben löst, für die man bisher menschliches Denken brauchte, etwa Texte verstehen, Bilder erkennen oder Entscheidungen vorbereiten. Dahinter steckt keine Magie, sondern Statistik, viel Rechenleistung und große Mengen an Beispieldaten.
Eine brauchbare KI-Definition
Eine einheitliche KI-Definition gibt es nicht. Im Alltag meint man Systeme, die aus Daten lernen, statt dass jeder Schritt von Hand programmiert wird. Ein klassisches Programm folgt festen Regeln: Wenn A, dann B. Ein KI-System erkennt Muster in Beispielen und wendet sie auf neue Fälle an. Die europäische KI-Verordnung (EU) 2024/1689 beschreibt KI-Systeme ähnlich: maschinengestützte Systeme, die aus Eingaben ableiten, wie sie Ausgaben wie Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen oder Entscheidungen erzeugen.
Maschinelles Lernen als Kern
Fast alles, was heute als KI bezeichnet wird, beruht auf maschinellem Lernen. Das Prinzip:
- Ein Modell bekommt sehr viele Beispiele, etwa Texte, Bilder oder Messwerte.
- Es macht Vorhersagen und vergleicht sie mit dem richtigen Ergebnis.
- Seine internen Stellschrauben, die Parameter, werden so angepasst, dass der Fehler kleiner wird.
- Nach vielen Durchläufen kann das Modell auch Fälle bearbeiten, die es nie gesehen hat.
Eine Unterform ist Deep Learning mit großen neuronalen Netzen. Darauf beruhen Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini. Wie diese Modelle im Detail funktionieren, erklärt der Ratgeber Was ist ein LLM?
Schwache und starke KI
Fachleute unterscheiden zwischen schwacher und starker KI. Schwache KI löst eng umrissene Aufgaben: Spam erkennen, Sprache in Text umwandeln, Produkte empfehlen. Auch heutige Sprachmodelle zählen streng genommen dazu, obwohl sie erstaunlich vielseitig sind. Starke KI oder AGI wäre ein System, das wie ein Mensch beliebige geistige Aufgaben lernen und lösen kann. So etwas gibt es bisher nicht; mehr dazu im Beitrag Was ist AGI?
Arten von KI im Alltag
- Generative KI: erzeugt Texte, Bilder, Audio oder Videos, siehe Generative KI erklärt.
- Erkennende KI: klassifiziert Daten, etwa Gesichtserkennung oder Betrugserkennung bei Zahlungen.
- Vorhersagende KI: schätzt zukünftige Werte, etwa Absatzprognosen oder Wartungsbedarf von Maschinen.
- Empfehlungssysteme: schlagen Filme, Produkte oder Beiträge vor.
Was KI kann und was nicht
KI ist stark darin, Muster zu erkennen, Texte zu formulieren, große Mengen an Informationen zusammenzufassen und Routinearbeit zu beschleunigen. Schwächen zeigen sich bei Fakten, die nicht in den Trainingsdaten stehen, bei exakten Berechnungen ohne Hilfsmittel und bei Aufgaben, die echtes Verständnis der Situation erfordern. Sprachmodelle können überzeugend klingende, aber falsche Aussagen machen. Diese sogenannten Halluzinationen sind ein Grund, warum Ergebnisse geprüft werden sollten; Tipps dazu stehen unter Halluzinationen vermeiden.
Wie Sie den Einstieg finden
Für den Einstieg genügt meist ein Chat-Assistent im Browser. Probieren Sie Aufgaben aus Ihrem Alltag: eine E-Mail entwerfen, ein Dokument zusammenfassen, eine Tabelle erklären lassen. Welches Modell für welche Aufgabe passt, hilft der Modell-Finder einzugrenzen. Die wichtigsten Fachwörter finden Sie im KI-Glossar und im Beitrag KI-Begriffe für Einsteiger.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.