Graue Zwischenhändler verkaufen Claude in Peking mit hohem Rabatt
Obwohl Anthropic seine Modelle in China nicht anbietet, kommen chinesische Entwickler offenbar leicht an Claude. Laut The Information verkaufen rund 30 Firmen in einem Bürogebäude in Peking den Zugang mit 70 bis 90 Prozent Rabatt weiter.
Die sogenannten „Transferstationen“ leiten Anfragen chinesischer Entwickler über Konten im Ausland an Claude weiter. Bezahlt wird in Renminbi über WeChat oder Alipay. Die Anbieter sitzen dem Bericht zufolge im Pekinger Stadtteil Haidian, einem Zentrum der chinesischen Technologiebranche.
Wie die hohen Rabatte zustande kommen, bleibt unklar. Möglich sind gestohlene oder missbräuchlich genutzte Konten, gebündelte Abos oder Testguthaben. Für Anthropic ist das gleich doppelt heikel: Das Unternehmen schließt China aus Sicherheitsgründen aus, und solche Umwege erschweren die Kontrolle, wer die Modelle wofür nutzt.
Billige Zugänge über Zwischenhändler sind riskant: Ihre Eingaben laufen über fremde Server, und es gibt keinen Vertrag zum Datenschutz. Nutzen Sie KI-Modelle nur direkt beim Anbieter oder über seriöse Cloud-Partner; Hinweise gibt ChatGPT und Datenschutz.
Quellen
Eigene Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Quellen, erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Illustration: Tokenlabor, per Programm gezeichnet, kein KI-Bild.


