Rollen-Prompting: Wann „Du bist ein Experte“ wirklich hilft
Rollen-Prompting heißt, dem Modell eine Rolle zu geben: „Du bist eine erfahrene Lektorin“ oder „Du bist Datenschutzbeauftragter“. Das kann Ton, Blickwinkel und Fachsprache verbessern. Eine Rolle allein macht ein Modell aber nicht klüger.
Was eine Rolle bewirkt
Die Rolle lenkt, aus welcher Perspektive das Modell antwortet und welche Begriffe es nutzt. Eine „Lektorin“ achtet auf Stil, ein „Prüfer“ sucht nach Fehlern, ein „Kundenberater“ formuliert freundlich und einfach. Fachwissen, das dem Modell fehlt, entsteht durch die Rolle nicht.
Wann es hilft
- Wenn der Blickwinkel zählt: Kritik aus Sicht einer Zielgruppe, Prüfung aus Sicht eines Auditors
- Wenn Ton und Sprachebene passen müssen
- Für Rollenspiele, etwa Verhandlungen oder Bewerbungsgespräche üben
Wann es wenig bringt
„Du bist der beste Experte der Welt“ verbessert Fakten oder Rechnungen kaum. Bei solchen Aufgaben helfen genaue Angaben zu Aufgabe, Material und gewünschtem Ergebnis mehr.
So formulieren Sie Rollen gut
Du bist Lektorin für Unternehmenstexte. Deine Leser sind Handwerksbetriebe ohne Fachwissen zu IT. Prüfe den folgenden Text auf Verständlichkeit: markiere Fachbegriffe, zu lange Sätze und unklare Aussagen und schlage jeweils eine einfachere Formulierung vor.
Die Rolle wird durch Zielgruppe und Aufgabe konkret. Weitere Bausteine finden Sie im Prompt-Baukasten und in Gute Prompts schreiben.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.