Gemini in Google Workspace: Kosten und was im Tarif enthalten ist
Gemini in Google Workspace ist seit 2025 kein kostenpflichtiges Zusatzpaket mehr, sondern in den Business- und Enterprise-Tarifen enthalten. Google hat dafür die Preise der Workspace-Tarife angehoben. Für Unternehmen, die ohnehin mit Gmail, Docs und Drive arbeiten, ist Gemini damit der einfachste Weg zu einem KI-Assistenten im Firmenumfeld.
Vom Add-on zum Bestandteil des Tarifs
Früher bot Google die KI-Funktionen als eigene Zusatzpakete an, die je Nutzer zusätzlich zur Workspace-Lizenz bezahlt wurden. Diese Pakete gibt es nicht mehr. Stattdessen sind die Funktionen in die Business- und Enterprise-Tarife eingezogen, deren Grundpreis gestiegen ist. Welche Funktionen in welchem Tarif enthalten sind, unterscheidet sich: Höhere Tarife bieten in der Regel mehr Funktionen und weitergehende Verwaltungs- und Sicherheitsoptionen. Die aktuellen Preise je Tarif nennt Google auf seiner Preisseite.
Was Gemini in Workspace kann
- Gmail: E-Mails entwerfen, zusammenfassen, Antworten vorschlagen
- Docs: Texte schreiben, umformulieren, zusammenfassen
- Sheets: Tabellen erstellen, Formeln erklären, Daten auswerten
- Meet: Notizen und Zusammenfassungen von Besprechungen
- Gemini-App und NotebookLM: Chat mit Zugriff auf Dateien in Drive, Recherche in eigenen Dokumenten
Der Umfang hängt vom Tarif und von den Einstellungen des Administrators ab.
Abgrenzung zum privaten Google AI Pro
Privatpersonen können Gemini mit dem Abo Google AI Pro nutzen, das in Deutschland laut Anbieter 21,99 Euro im Monat kostet. Für die Arbeit mit Firmendaten ist das nicht gedacht: Es fehlen zentrale Verwaltung, der Vertrag zur Auftragsverarbeitung im Rahmen von Workspace und die Datenschutzzusagen für Unternehmenskunden. Welches Abo privat passt, beschreibt Gemini kostenlos oder Abo.
Datenschutz in Workspace
Für Workspace-Kunden sichert Google zu, Inhalte nicht ohne Erlaubnis zum Training der Modelle zu nutzen. Gemini greift auf Dateien nur im Rahmen der Berechtigungen des jeweiligen Nutzers zu. Das ist zugleich ein Risiko: Sind Ordner in Drive zu weit freigegeben, findet Gemini auch Inhalte, die Mitarbeitende nicht sehen sollten. Prüfen Sie vor der Einführung die Freigaben. Allgemeine Punkte für die Prüfung bietet der DSGVO-Check für KI-Tools.
Gemini-API ist getrennt
Eigene Anwendungen mit Gemini-Modellen werden nicht über Workspace abgerechnet, sondern über Google AI Studio oder Vertex AI nach Tokens. Die Preise dafür erklärt Gemini-API-Kosten.
Lohnt sich ein höherer Tarif?
Die Frage stellt sich anders als bei reinen KI-Abos: Sie zahlen den Workspace-Tarif ohnehin, und die KI ist inklusive. Ein Wechsel in einen höheren Tarif lohnt sich, wenn Sie die zusätzlichen KI-Funktionen oder die erweiterten Sicherheitsfunktionen tatsächlich brauchen. Gehen Sie so vor:
- Mit einer Pilotgruppe im vorhandenen Tarif testen, welche Funktionen genutzt werden.
- Fehlende Funktionen sammeln und prüfen, in welchem Tarif sie enthalten sind.
- Mehrkosten je Nutzer mit dem erwarteten Zeitgewinn vergleichen, etwa mit dem KI-ROI-Rechner.
- Gesamtkosten je Kopf im Rechner KI-Kosten pro Mitarbeiter gegen andere Anbieter stellen.
Vergleich mit anderen Angeboten
Wer in Microsoft 365 arbeitet, findet mit Microsoft 365 Copilot das Gegenstück; es kostet 30 US-Dollar je Nutzer und Monat bei Jahresvertrag zusätzlich zur Microsoft-365-Lizenz. Eigenständige Assistenten wie ChatGPT Business oder Claude Team sind unabhängig von der Büro-Software, aber weniger tief in Mail und Dokumente eingebunden.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.