Kalifornien verbietet Kündigungen allein durch KI
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat am 30. September das Gesetz SB 947 unterschrieben, den „No Robo Bosses Act“. Kalifornien ist damit der erste US-Bundesstaat, der Kündigungen und Disziplinarmaßnahmen allein auf Grundlage eines Algorithmus verbietet.
Arbeitgeber dürfen automatisierte Entscheidungssysteme künftig nicht mehr als einziges Mittel für Kündigungen oder Disziplinarmaßnahmen einsetzen. Stützt sich eine solche Entscheidung überwiegend auf KI, muss ein Mensch sie mit weiteren Unterlagen bestätigen, etwa mit Einschätzungen von Vorgesetzten, Kollegenbewertungen oder der Personalakte.
Betroffene haben Anspruch auf eine schriftliche Mitteilung, dass KI beteiligt war, auf eine Beschreibung der verwendeten Daten und auf einen Ansprechpartner, der die Entscheidung erklären kann. Das Gesetz gilt ab dem 1. Juli 2027.
Ein fast gleichlautendes Gesetz hatte Newsom im Oktober 2025 noch mit der Begründung abgelehnt, es sei zu weit gefasst. In der EU gelten ähnliche Grundsätze bereits: Die DSGVO schützt vor rein automatisierten Entscheidungen mit erheblicher Wirkung, und die KI-Verordnung stuft KI für Personalentscheidungen als Hochrisiko-Anwendung ein.
Wer KI im Personalbereich einsetzt, sollte Entscheidungen immer von Menschen prüfen lassen und den Einsatz dokumentieren, in der EU wie in den USA. Was die europäischen Regeln verlangen, erklärt EU AI Act einfach erklärt; eine passende Richtlinie für Ihr Unternehmen erstellt der KI-Richtlinien-Generator.
Quellen
Eigene Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Quellen, erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Illustration: Tokenlabor, per Programm gezeichnet, kein KI-Bild.


