Gendern prüfen: neutrale Formulierungen finden

Gendern prüfen ohne feste Vorgabe: Das Werkzeug findet das generische Maskulinum im Text und schlägt neutrale Formulierungen, auf Wunsch auch Paarform oder Gendersternchen vor.

–

 

Markierte Vorschau (Vorschläge beim Überfahren)
Fundstellen
FundstelleAnzahlVorschlägeHinweis
Bereits verwendete Formen
FormAnzahl
Vorschläge als Liste

Alles läuft in Ihrem Browser. Eingaben verlassen Ihr Gerät nicht.

So prüfen Sie Texte auf geschlechtergerechte Sprache

Mit diesem Werkzeug können Sie einen Text auf geschlechtergerechte Sprache prüfen, oder kurz: Gendern prüfen. Es sucht männliche Personenbezeichnungen wie „Mitarbeiter“, „Kunden“ oder „Teilnehmer“, die als generisches Maskulinum alle Geschlechter meinen sollen, und schlägt neutrale Formulierungen vor: „Mitarbeitende“ oder „Belegschaft“, „Kundschaft“, „Teilnehmende“. Auch Zusammensetzungen wie „Projektleiter“ und Wendungen wie „jeder, der“ werden erkannt. Die Liste umfasst rund 90 häufige Bezeichnungen aus Verwaltung, Arbeitswelt, Bildung und Handel.

Das Werkzeug gibt keine Schreibweise vor. Standardmäßig zeigt es nur neutrale Formulierungen, die ohne Sonderzeichen auskommen und gut lesbar sind. Wenn Ihr Haus eine bestimmte Form nutzt, lassen Sie zusätzlich die Paarform („Kundinnen und Kunden“) oder eine Kurzform mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Schrägstrich anzeigen. Die Übersicht „Bereits verwendete Formen“ zählt, welche Varianten im Text schon vorkommen, und weist darauf hin, wenn mehrere Kurzformen gemischt werden. Bereits gegenderte Stellen wie „Mitarbeiter*innen“ oder „Lehrerinnen und Lehrer“ werden nicht als Fundstelle markiert.

Grenzen: Die Prüfung arbeitet mit einer Wortliste, nicht mit Grammatikanalyse. Sie erkennt nicht, ob ein Wort eine bestimmte Person meint („unser Geschäftsführer Herr Meyer“), dann ist die männliche Form richtig. Artikel und Adjektive passt sie nicht an, und Vorschläge wie „Lehrkräfte“ passen nicht in jeden Satz. Prüfen Sie deshalb jede Fundstelle selbst. Für verständliche Texte hilft zusätzlich die Prüfung auf einfache Sprache; Barrierefreiheit spricht oft für neutrale Formulierungen, weil Vorleseprogramme Sonderzeichen unterschiedlich aussprechen.

Anleitung: Gendern prüfen in 4 Schritten

  1. Text in das Feld „Text“ einfügen oder mit „Beispiel“ einen Probetext laden.
  2. Unter „Zusätzlich anzeigen“ wählen, ob neben neutralen Formulierungen auch Paarform oder eine Kurzform vorgeschlagen werden soll.
  3. In der markierten Vorschau und der Tabelle „Fundstellen“ die Treffer durchgehen und passende Alternativen auswählen.
  4. Unter „Bereits verwendete Formen“ prüfen, ob der Text Schreibweisen mischt, und die „Vorschläge als Liste“ mit „Kopieren“ weitergeben.

Typische Anwendungsfälle

  • Stellenanzeigen vor der Veröffentlichung auf einseitig männliche Bezeichnungen wie „Bewerber“ oder „Mitarbeiter“ prüfen.
  • Interne Richtlinien und Handbücher an einen vereinbarten Leitfaden für inklusive Sprache anpassen.
  • Texte, die eine KI erzeugt hat, vor der Weitergabe auf einheitliche Personenbezeichnungen durchsehen.
  • Behördenbriefe und Formulare auf neutrale Formulierungen umstellen, ohne Sonderzeichen einzuführen.
Fragen

Häufige Fragen

Schreibt das Werkzeug eine bestimmte Genderform vor?

Nein. Es zeigt zuerst neutrale Formulierungen ohne Sonderzeichen. Paarform oder Kurzformen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Schrägstrich blenden Sie nur bei Bedarf zusätzlich ein.

Was ist das generische Maskulinum?

Die Verwendung der männlichen Form für gemischte oder unbekannte Gruppen, etwa „die Kunden“ für alle Kundinnen und Kunden. Viele Leitfäden empfehlen stattdessen neutrale Formulierungen oder die Paarform.

Werden bereits gegenderte Wörter markiert?

Nein. Formen wie „Mitarbeiter*innen“, „Mitarbeiter:innen“, „MitarbeiterInnen“ oder „Lehrerinnen und Lehrer“ werden erkannt und nur in der Übersicht der verwendeten Formen gezählt.

Ist die Prüfung vollständig?

Nein. Sie beruht auf einer Liste häufiger Personenbezeichnungen. Seltene Berufsbezeichnungen, Artikel und Pronomen wie „er“ prüft sie nicht. Lesen Sie den Text deshalb zusätzlich selbst.

Erkennt das Werkzeug auch zusammengesetzte Wörter wie Projektmitarbeiter?

Ja, wenn das Grundwort in der Liste steht, wird auch die Zusammensetzung gefunden. Die Vorschläge beziehen sich dann auf das Grundwort; das Bestimmungswort müssen Sie selbst ergänzen, etwa „Projektbeteiligte“.

Werden Eigennamen und Firmennamen ausgenommen?

Nicht automatisch. Steht etwa „Bäcker“ als Nachname im Text, erscheint er als Fundstelle. Solche Treffer können Sie einfach übergehen.

Ratgeber

Zum Weiterlesen

Alle Artikel
  1. KI-Texte überarbeiten: So klingen sie nicht nach ChatGPTKI-Texte überarbeiten: typische Floskeln erkennen, Struktur und Ton verbessern und schon im Prompt gegensteuern, damit Texte nicht nach ChatGPT klingen.
  2. KI im Kundenservice: Einsatz, Kosten und GrenzenKI im Kundenservice: Wo Chatbots und KI-Assistenten wirklich helfen, was ein Gespräch kostet, wie Sie Qualität sichern und was rechtlich zu beachten ist.
  3. E-Mails mit KI schreiben: Prompts, Beispiele und GrenzenE-Mails mit KI schreiben: Mit welchen Prompts ChatGPT, Claude und Copilot gute Geschäfts-E-Mails formulieren, wie sie nach Ihnen klingen und was Sie nie eingeben sollten.
Weitere Werkzeuge

Das könnte auch helfen

Alle 558 Werkzeuge