SAP macht Joule zur Arbeitsoberfläche für KI-Agenten
SAP hat am 6. Oktober die allgemeine Verfügbarkeit seiner Architektur Autonomous Enterprise bekannt gegeben. Der KI-Assistent Joule wird dabei vom Chatfenster zur eigenen Arbeitsoberfläche, mit den neuen Produkten Joule Work und Joule Desktop.
Bisher steckte Joule als Chat in den einzelnen SAP-Anwendungen. Künftig soll Joule eine Arbeitsebene über den Programmen sein, im Vollbild, und neben SAP-Systemen auch Anwendungen anderer Hersteller einbeziehen. Als Beispiel nennt SAP die Frage nach den gesamten Ausgaben eines Unternehmens: Joule führt dafür Daten aus ERP, Reisekosten und Einkauf zusammen.
Dazu kommen überarbeitete Fach-Agenten für Finanzen, Lieferkette, Einkauf, Personal, Kundenservice und einzelne Branchen. Ihren Vorteil sieht SAP im Unternehmenswissen: Datenmodelle, Prozesse, Regeln und Zusammenhänge aus dem ERP, die allgemeine Sprachmodelle nicht kennen.
SAP betont die Kontrolle durch Menschen. Autonom heiße nicht, alles an Agenten abzugeben, sagte Produktchef Manoj Swaminathan sinngemäß; Prüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit kämen vorher. Abgerechnet wird nach Verbrauch in sogenannten AI Units. Die Einführung läuft über den Oktober, Agenten lassen sich vorab im SAP Discovery Center ansehen.
Mit SAP rechnet nach Microsoft der nächste große Anbieter KI nach Verbrauch ab. Für die Budgetplanung heißt das: Nutzung messen und Grenzen setzen. Wie sich laufende KI-Kosten überschlagen lassen, zeigt der KI-Budget-Rechner; ob sich ein Agent rechnet, prüft der KI-ROI-Rechner.
Quellen
Eigene Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Quellen, erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Illustration: Tokenlabor, per Programm gezeichnet, kein KI-Bild.


