Personal Agent Protocol: offener Standard für persönliche KI-Agenten
Meta und der Kundenservice-Anbieter Sierra haben am 6. Oktober das Personal Agent Protocol vorgestellt. Der offene Standard soll regeln, wie sich persönliche KI-Agenten bei Unternehmen anmelden und was sie dort dürfen.
Wenn ein KI-Agent im Auftrag eines Menschen einkauft, eine Bestellung ändert oder eine Rücksendung anstößt, muss das Unternehmen wissen: Wer ist dieser Agent, und was darf er? Genau das soll das Personal Agent Protocol vereinheitlichen. Es baut auf OAuth auf, dem Verfahren, das viele Dienste schon für „Anmelden mit …“ nutzen.
Vorgesehen sind Stufen: Als Gast kann ein Agent etwa den Lagerbestand oder die Rückgabebedingungen abfragen. Meldet sich der Kunde an, entscheidet er, ob der Agent nur lesen oder auch handeln darf, zum Beispiel Bestellungen ändern. Das Unternehmen kann Identität und Rechte des Agenten prüfen.
Zu den ersten Unterstützern gehören Walmart, Shopify, Stripe, Genesys, Rocket und Instinct. Das Protokoll ist als Vorschau veröffentlicht, eine erste Spezifikation in Version 0.1 soll noch im Oktober folgen.
Agenten, die im Namen von Kunden handeln, werden für Shops und Kundenservice bald Alltag. Wie Agenten technisch an Werkzeuge und Daten angebunden werden, erklärt der Ratgeber Model Context Protocol (MCP); die Grundlagen stehen in Was sind KI-Agenten?.
Quellen
Eigene Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Quellen, erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Illustration: Tokenlabor, per Programm gezeichnet, kein KI-Bild.


