Human in the Loop planen

Human in the Loop planen: Für jede Aktion eines KI-Agenten die passende Freigabestufe bestimmen, von automatisch bis Vier-Augen-Prinzip.

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Freigabepunkte
AktionPunkteFreigabestufeBegründung
Freigabekonzept (Markdown)

Die Einstufung ist eine Planungshilfe nach einfachen Regeln. Sie ersetzt keine Risikoanalyse durch Fachbereich, IT-Sicherheit und Datenschutz. Alles läuft in Ihrem Browser.

Freigabepunkte mit Augenmaß setzen

Human in the Loop heißt: Ein Mensch prüft und entscheidet an festgelegten Freigabepunkten, bevor ein KI-System handelt. Der Planer hilft, diese Punkte gezielt zu setzen. Zu wenige Freigaben machen einen Agenten riskant, zu viele machen ihn nutzlos, weil Menschen dann nur noch durchklicken. Für jede Aktion bewerten Sie deshalb Art, Umkehrbarkeit, Betroffene und Tragweite; daraus ergeben sich Punkte von 0 bis 10 und eine Freigabestufe.

Die Stufen reichen von „automatisch“ über „automatisch mit Stichprobe“ und „Freigabe vor Ausführung“ bis zum Vier-Augen-Prinzip und zu Aktionen, die der Agent nur vorbereiten, aber nie selbst ausführen soll. Das Freigabekonzept beschreibt außerdem, was die freigebende Person sehen muss, wie lange eine Freigabe offen bleiben darf und was danach geschieht. Ein Freigabe-Workflow sollte bei Fristablauf nie automatisch ausführen, sondern verwerfen oder eskalieren. Menschliche Aufsicht ist für Hochrisiko-KI-Systeme in Art. 14 der KI-Verordnung ausdrücklich verlangt; die Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III gelten nach der Änderungsverordnung (EU) 2026/1744 ab dem 2. Dezember 2027. Ob Ihr System darunter fällt, prüfen Sie mit KI-Risikoklasse prüfen.

Grenzen: Die Punktwerte sind ein einfaches Schema, keine Rechtsberatung und keine vollständige Risikoanalyse. Passen Sie die Freigabestufe an, wenn Ihre Fachleute ein Risiko anders einschätzen.

Anleitung: Human in the Loop in 4 Schritten

  1. Tragen Sie die Aktionen Ihres Agenten ein, je Zeile eine Aktion.
  2. Wählen Sie für jede Aktion Art, Umkehrbarkeit, Betroffene und Tragweite.
  3. Legen Sie Freigabefrist und Verhalten bei Zeitüberschreitung fest.
  4. Lesen Sie die Freigabestufe je Aktion in der Tabelle ab und kopieren Sie das Freigabekonzept.

Typische Anwendungsfälle

  • Entwurf eines Freigabekonzepts für einen Agenten, der E-Mails an Kunden schreibt oder Buchungen anlegt.
  • Abstimmung mit Betriebsrat oder Fachbereich, wer welche Entscheidungen des Agenten freigibt.
  • Überprüfung, ob ein bestehender Agent irreversible Aktionen ohne Freigabe ausführen darf.
  • Dokumentation der menschlichen Aufsicht für interne Richtlinien oder Audits.
Fragen

Häufige Fragen

Welche Aktionen sollte ein Agent nie ohne Freigabe ausführen?

Typischerweise Zahlungen, Löschungen, das Ändern von Berechtigungen und Nachrichten an Kunden oder die Öffentlichkeit, vor allem wenn sie nicht rückgängig zu machen sind. Im Planer erreichen solche Aktionen hohe Punktwerte und landen bei Freigabe oder Vier-Augen-Prinzip.

Was bedeutet das Vier-Augen-Prinzip bei KI-Agenten?

Zwei verschiedene Personen müssen eine Aktion bestätigen, bevor der Agent sie ausführt, oder eine Person prüft und eine zweite gibt frei. Das ist für seltene, folgenreiche Aktionen gedacht, nicht für Routine.

Ist menschliche Aufsicht gesetzlich vorgeschrieben?

Für Hochrisiko-KI-Systeme verlangt Art. 14 der KI-Verordnung wirksame menschliche Aufsicht; für Systeme nach Anhang III gilt das ab dem 2. Dezember 2027. Für andere Systeme ist sie keine allgemeine Pflicht, aber oft aus Datenschutz, Haftung oder interner Richtlinie sinnvoll. Keine Rechtsberatung.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein, alles bleibt in Ihrem Browser.

Was ist der Unterschied zwischen Human in the Loop und Human on the Loop?

Beim Human in the Loop gibt ein Mensch jede kritische Aktion vor der Ausführung frei. Beim Human on the Loop handelt das System selbst, ein Mensch überwacht und kann eingreifen oder stoppen. Der Planer nutzt beide Formen je nach Risiko.

Wie verhindere ich, dass Freigaben nur noch durchgeklickt werden?

Zeigen Sie bei jeder Freigabe Begründung, Quellen und die konkrete Änderung, begrenzen Sie die Zahl der Freigaben pro Person und Tag und messen Sie die Ablehnungsquote. Liegt sie über Wochen bei null, prüft vermutlich niemand mehr genau.

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