Entropie berechnen: Shannon-Entropie

Entropie berechnen für Text, Hex-Daten oder Dateien: Shannon-Entropie in Bit pro Zeichen, Informationsgehalt und Zeichenhäufigkeit auf einen Blick.

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Zeichenhäufigkeit
SymbolAnzahlAnteilBeitrag in Bit

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Shannon-Entropie verständlich erklärt

Mit diesem Werkzeug können Sie die Entropie berechnen, genauer die Shannon-Entropie einer Zeichenfolge. Sie gibt an, wie viele Bit pro Zeichen im Mittel nötig sind, um den Text bei bekannter Zeichenhäufigkeit verlustfrei zu kodieren. Die Formel lautet H = −Σ p · log₂ p, wobei p der Anteil jedes Symbols ist. Ein Text, der nur aus einem Zeichen besteht, hat die Entropie 0; sind alle 256 Byte-Werte gleich häufig, erreicht sie das Maximum von 8 Bit pro Byte.

Der Entropie-Rechner zeigt neben dem Mittelwert den gesamten Informationsgehalt (Entropie mal Anzahl Symbole), das theoretische Maximum für die Zahl verschiedener Symbole und eine Tabelle der Zeichenhäufigkeit mit dem Beitrag jedes Symbols. Sie können Zeichen, UTF-8-Bytes, Hex-Daten oder Wörter zählen lassen und auch eine Datei lokal auswerten. Typische Anwendungen: Erkennen, ob Daten komprimiert oder verschlüsselt sind (Werte nahe 8 Bit pro Byte), Einschätzen der Kompressionsrate von Text oder Unterricht in Informationstheorie. Prüfsummen für Dateien berechnet der CRC32-Rechner.

Grenzen: Die Shannon-Entropie bewertet nur die Häufigkeit einzelner Symbole, nicht deren Reihenfolge. „abababab“ und „aabbabba“ haben dieselbe Entropie von 1 Bit pro Zeichen. Für die Stärke eines Passworts ist der Wert deshalb kein guter Maßstab, weil Wörter und Muster nicht erkannt werden; dafür eignet sich die Passwort-Stärke-Prüfung besser.

Anleitung: Entropie berechnen in 4 Schritten

  1. Text oder Daten in das Eingabefeld einfügen oder über „Oder Datei wählen“ eine Datei lokal laden.
  2. Unter „Symbole zählen als“ Zeichen (Unicode), Bytes (UTF-8), Hex-Daten als Bytes oder Wörter wählen.
  3. Die Shannon-Entropie in Bit pro Zeichen, den Informationsgehalt und das theoretische Maximum ablesen.
  4. In der Tabelle „Zeichenhäufigkeit“ Anzahl, Anteil und Beitrag in Bit je Symbol prüfen und das Ergebnis kopieren.

Typische Anwendungsfälle

  • Verschlüsselte oder komprimierte Daten erkennen: Dateien mit Werten nahe 8 Bit pro Byte von normalem Text unterscheiden.
  • Zufallswerte prüfen: Grob einschätzen, ob ein Hex-Schlüssel oder Token gleichmäßig verteilt aussieht.
  • Informationstheorie im Unterricht: Am Beispiel kurzer Sätze zeigen, wie Zeichenhäufigkeit und Entropie zusammenhängen.
Fragen

Häufige Fragen

Was sagt die Shannon-Entropie aus?

Sie misst die durchschnittliche Unsicherheit pro Symbol. Je gleichmäßiger die Zeichen verteilt sind, desto höher die Entropie. Sie ist eine untere Grenze dafür, wie stark sich die Daten mit einer zeichenweisen Kodierung komprimieren lassen.

Welcher Wert ist hoch?

Bei Bytes liegt das Maximum bei 8 Bit. Deutscher Fließtext erreicht etwa 4 bis 4,5 Bit pro Zeichen, komprimierte oder verschlüsselte Dateien liegen fast bei 8 Bit pro Byte.

Warum unterscheiden sich Zeichen und Bytes?

Umlaute und viele Sonderzeichen belegen in UTF-8 zwei oder mehr Bytes. Beim Zählen nach Bytes entstehen dadurch andere Symbole und Häufigkeiten als beim Zählen nach Unicode-Zeichen.

Wird meine Datei hochgeladen?

Nein. Die Datei wird mit der FileReader-Schnittstelle nur im Browser gelesen und ausgewertet.

Wie berechne ich die Entropie eines Passworts?

Für zufällig erzeugte Passwörter gilt: Länge mal log2 des Zeichenvorrats. 16 Zeichen aus 62 Buchstaben und Ziffern ergeben rund 95 Bit. Die Shannon-Entropie eines einzelnen Passworts misst dagegen nur Zeichenhäufigkeiten und ist dafür kein guter Maßstab.

Wie berechnet man die Shannon-Entropie von Hand?

Für jedes Symbol den Anteil p bestimmen, p mal log2 p rechnen, alles addieren und das Vorzeichen umkehren. Bei „aabb“ ist p für a und b je 0,5, das ergibt 1 Bit pro Zeichen.

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