Zufallsfolge prüfen mit statistischen Tests
Zufallsfolge prüfen im Browser: Bitfolge oder Zahlenliste einfügen und mit Monobit-, Blockfrequenz-, Runs-, Serial- und Chi-Quadrat-Test auf Muster untersuchen, mit p-Werten.
| Test | Kennzahl | p-Wert | Ergebnis |
|---|
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Was die Tests aussagen
Mit diesem Werkzeug können Sie eine Zufallsfolge prüfen und sehen, ob sie offensichtliche Muster enthält. Für eine Bitfolge laufen fünf Tests aus der Sammlung NIST SP 800-22: der Häufigkeitstest (Monobit), der Blockfrequenztest, der Runs-Test, der Test auf den längsten Einser-Run und der Serial-Test für Bitmuster. Für Ziffern und Zahlen gibt es einen Chi-Quadrat-Test auf Gleichverteilung, einen Test des Mittelwerts, einen Runs-Test auf und ab (bei großen Wertebereichen), die Autokorrelation benachbarter Werte und einen Test auf direkte Wiederholungen.
Jeder Zufallstest liefert einen p-Wert: die Wahrscheinlichkeit, ein mindestens so auffälliges Ergebnis zu bekommen, wenn die Folge wirklich zufällig wäre. Liegt er unter dem Signifikanzniveau, gilt der Test als auffällig. Probieren Sie die Beispiele: Die Bits aus crypto.getRandomValues bestehen in der Regel alle Tests, das Muster 0101… fällt sofort durch, und die von Hand ausgedachte Folge wechselt zu oft zwischen 0 und 1. Genau das tun Menschen: Sie meiden lange Wiederholungen, weil sie ihnen nicht zufällig vorkommen. Echte Zufallsfolgen enthalten dagegen häufiger Serien wie 00000 oder 1111.
Grenzen: Die Tests können Muster nur finden, nicht ausschließen. Eine Folge, die alle Tests besteht, ist deshalb noch lange nicht kryptografisch sicher; auch ein schlechter, vorhersagbarer Generator kann sie bestehen. Für die Bewertung echter Zufallsgeneratoren nutzt man die vollständige NIST-Suite, TestU01 oder dieharder mit Millionen von Bits, für Sicherheitsanwendungen zusätzlich eine Analyse des Aufbaus. Zufallszahlen für den Alltag erzeugt der Zufallszahlen-Generator, die Entropie eines Textes misst der Entropie-Rechner.
Anleitung: Zufallsfolge prüfen in 4 Schritten
- Eine Bitfolge aus 0 und 1, Hex-Zeichen, Ziffern oder eine Liste ganzer Zahlen in das Feld einfügen.
- Unter „Art der Daten“ den Typ wählen oder „automatisch erkennen“ lassen; bei Zahlen optional Minimum und Maximum angeben.
- Das Signifikanzniveau wählen (0,01 wie bei NIST oder 0,05).
- In der Tabelle für jeden Test Kennzahl, p-Wert und Ergebnis ablesen.
Typische Anwendungsfälle
- Im Statistik- oder Informatikunterricht zeigen, dass von Menschen ausgedachte Folgen zu selten Wiederholungen enthalten.
- Die Ausgabe eines selbst geschriebenen Zufallsgenerators auf grobe Fehler wie Schlagseite oder feste Muster untersuchen.
- Würfel- oder Losergebnisse auf Gleichverteilung prüfen.
- Verstehen, wie die Tests aus NIST SP 800-22 funktionieren, bevor man die vollständige Testsuite einsetzt.
Häufige Fragen
Was ist ein p-Wert?
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine echte Zufallsfolge ein mindestens so ungewöhnliches Ergebnis liefert. Ein p-Wert von 0,3 ist unauffällig, ein Wert unter 0,01 spricht für ein Muster.
Was prüft der Runs-Test?
Er zählt die Abschnitte gleicher Bits, etwa 000 oder 11. Zu wenige Runs deuten auf Klumpen hin, zu viele auf ein ständiges Hin und Her, wie es bei ausgedachten Folgen typisch ist.
Kann ich damit Lottozahlen oder Würfel prüfen?
Ja, als Zahlenliste mit Minimum und Maximum. Der Chi-Quadrat-Test braucht dabei mindestens fünf erwartete Treffer je möglichem Wert, bei einem Würfel also mindestens 30 Würfe, besser einige Hundert.
Ist eine Bitfolge sicher, wenn sie alle Tests besteht?
Nein. Die Tests erkennen statistische Auffälligkeiten, aber keine Vorhersagbarkeit. Ein einfacher Zähler, durch SHA-256 geschickt, besteht sie alle und ist trotzdem vorhersagbar, wenn man den Startwert kennt.
Wie viele Bits brauche ich für einen sinnvollen Test?
Für die einfachen Tests mindestens 100 Bit, für den Test auf den längsten Einser-Run mindestens 128. NIST empfiehlt für die vollständige Suite Folgen ab einer Million Bit; kurze Folgen zeigen nur grobe Fehler.
Warum fällt eine echte Zufallsfolge manchmal durch?
Bei einem Signifikanzniveau von 0,01 ist das bei einem von hundert Tests zu erwarten. Wiederholen Sie den Test mit neuen Daten; erst wenn derselbe Test immer wieder anschlägt, deutet das auf ein Muster hin.
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