Wake-on-LAN: Magic Packet erzeugen
Wake-on-LAN-Paket erzeugen: Das Werkzeug baut das Magic Packet für eine MAC-Adresse als Hex und Base64 und liefert fertige Befehle für wakeonlan, etherwake, PowerShell und Python.
Alles läuft in Ihrem Browser. Eingaben verlassen Ihr Gerät nicht.
Magic Packet: Aufbau und Versand
Wake-on-LAN startet einen ausgeschalteten oder schlafenden Rechner über das Netzwerk. Dazu schickt ein anderes Gerät im selben Netz ein sogenanntes Magic Packet: sechs Bytes FF, gefolgt von der MAC-Adresse des Zielrechners, 16-mal hintereinander, zusammen 102 Byte. Die Netzwerkkarte des Zielrechners lauscht auch im ausgeschalteten Zustand und schaltet den Rechner ein, sobald sie ihre Adresse in diesem Muster sieht. Optional folgt ein sechs Byte langes SecureOn-Passwort, das manche Karten unterstützen.
Wichtig: Ein Browser kann dieses WOL-Paket nicht selbst senden, Webseiten dürfen keine UDP-Broadcasts verschicken. Dieses Werkzeug erzeugt deshalb das Paket als Hex und Base64 und die passenden Befehle. Unter Linux nutzen Sie wakeonlan (UDP an die Broadcast-Adresse) oder etherwake, das als root ein rohes Ethernet-Frame mit dem Ethertype 0x0842 direkt auf der Schnittstelle sendet. Unter Windows reicht ein PowerShell-Skript mit der .NET-Klasse UdpClient, und Python bringt alles Nötige mit.
Damit Sie einen Rechner per Netzwerk starten können, muss Wake-on-LAN im BIOS/UEFI und in den Treibereinstellungen der Netzwerkkarte aktiviert sein; bei Windows kann der Schnellstart stören. Über Router hinweg funktioniert es meist nicht, weil Broadcasts nicht weitergeleitet werden. Aus dem Internet heraus braucht es ein Gerät im Heimnetz, etwa den Router oder einen kleinen Server, der das Paket lokal verschickt.
Anleitung: Wake-on-LAN in 4 Schritten
- Die MAC-Adresse des Zielrechners eintragen.
- Broadcast-Adresse und UDP-Port wählen, meist Port 9.
- Für etherwake die Schnittstelle angeben und bei Bedarf ein SecureOn-Passwort.
- Das Magic Packet als Hex oder Base64 oder die fertigen Befehle kopieren und auf einem Gerät im selben Netz ausführen.
Typische Anwendungsfälle
- Rechner per Netzwerk starten: Einen Arbeitsplatz-PC einschalten, um sich danach per Fernwartung anzumelden.
- Heimserver oder NAS: Ein Gerät nur bei Bedarf aufwecken und sonst Strom sparen.
- Skripte und Automatisierung: Den PowerShell- oder Python-Befehl in eine geplante Aufgabe einbauen.
- Fehlersuche: Das erwartete Paket als Hex mit einem Mitschnitt in Wireshark vergleichen.
Häufige Fragen
Kann diese Webseite meinen Rechner aufwecken?
Nein. Browser dürfen aus Sicherheitsgründen keine UDP-Broadcasts senden. Sie erhalten das fertige Paket und Befehle, die Sie auf einem Gerät im selben Netz ausführen.
Welcher Port ist richtig?
Üblich ist UDP-Port 9, manchmal 7. Die Netzwerkkarte wertet in der Regel jedes Paket aus, das das Muster enthält, der Port spielt für sie meist keine Rolle; wichtig ist, dass das Paket ankommt.
Warum wacht mein Rechner nicht auf?
Häufige Ursachen: Wake-on-LAN im BIOS oder Treiber deaktiviert, Windows-Schnellstart aktiv, Rechner per WLAN verbunden oder das Paket wird von einem Router nicht weitergeleitet.
Was ist der Unterschied zwischen wakeonlan und etherwake?
wakeonlan sendet das Magic Packet per UDP an eine Broadcast-Adresse und braucht keine Root-Rechte. etherwake schickt ein rohes Ethernet-Frame direkt über eine Schnittstelle und muss als root laufen.
Wie aktiviere ich Wake-on-LAN unter Windows?
Im Geräte-Manager die Eigenschaften der Netzwerkkarte öffnen. Unter Energieverwaltung „Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren“ einschalten und unter „Erweitert“ die Option für Wake on Magic Packet aktivieren; zusätzlich muss Wake-on-LAN im BIOS/UEFI eingeschaltet sein.
Wie finde ich die MAC-Adresse des Zielrechners?
Unter Windows mit ipconfig /all (Zeile „Physische Adresse“ der kabelgebundenen Karte), unter Linux mit ip link. Viele Router zeigen die MAC-Adressen verbundener Geräte ebenfalls an.
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