Reverse-DNS-Name (PTR) erzeugen

Reverse-DNS-Name erzeugen: PTR-Namen unter in-addr.arpa und ip6.arpa für IPv4 und IPv6 bilden, mit Reverse-Zone, BIND-Zeilen und dem Rückweg zur IP-Adresse.

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PTR-Namen für die Rückwärtsauflösung

Der Reverse-DNS-Name einer IP-Adresse ist der Name, unter dem der PTR-Record für die Rückwärtsauflösung steht. Bei IPv4 werden die vier Oktette umgedreht und um in-addr.arpa ergänzt: Für 192.0.2.10 lautet der Name 10.2.0.192.in-addr.arpa.. Bei IPv6 wird die Adresse voll ausgeschrieben, in 32 einzelne Hexziffern (Nibbles) zerlegt, rückwärts gelesen und um ip6.arpa ergänzt. Das von Hand fehlerfrei zu schreiben, ist mühsam, deshalb erzeugt das Werkzeug die Namen für ganze Listen.

Neben dem Namen zeigt es die passende Reverse-Zone. Reverse-Zonen liegen bei IPv4 an Oktettgrenzen (/8, /16, /24) und bei IPv6 an Nibble-Grenzen (Vielfache von /4). Ein /20-Netz braucht deshalb 16 Zonen auf /24-Ebene, ein IPv6-/48 genau eine Zone mit zwölf Ziffern. Kleiner als /24 delegieren Provider nach RFC 2317 per CNAME; das Werkzeug zeigt dafür die übliche Schreibweise 64/26.113.0.203.in-addr.arpa. Mit der Ausgabe „BIND-Zeilen“ erhalten Sie fertige PTR-Records, wenn Sie hinter die Adresse den Hostnamen schreiben.

Umgekehrt funktioniert es auch: Ein Name wie 10.2.168.192.in-addr.arpa oder ein ip6.arpa-Name wird in die Adresse oder das Netz zurückgerechnet. Wichtig für Mailserver: Der PTR-Record wird vom Inhaber des IP-Netzes gepflegt, also meist vom Provider oder Hoster, nicht in Ihrer eigenen Domain-Zone. Viele Empfänger prüfen, ob Vorwärts- und Rückwärtsauflösung zusammenpassen. Den Aufbau aller Record-Typen erklärt DNS-Records.

Anleitung: Reverse-DNS-Name in 4 Schritten

  1. IP-Adressen eintragen, eine pro Zeile, optional mit /Präfix und Hostname; „Beispiel“ lädt Musterzeilen.
  2. Unter „Ausgabe“ PTR-Namen, BIND-Zeilen (PTR-Records) oder Reverse-Zonen wählen.
  3. Das Ergebnis kopieren und in der Tabelle „Alle Einträge“ PTR-Name und Reverse-Zone je Eingabe prüfen.
  4. Für den Rückweg einen Namen unter in-addr.arpa oder ip6.arpa eingeben und die Adresse ablesen.

Typische Anwendungsfälle

  • Mailserver einrichten: Den PTR-Namen der Server-IP ermitteln und beim Hoster den passenden rDNS-Eintrag setzen.
  • Eigene Reverse-Zone pflegen: Für ein delegiertes Netz fertige PTR-Records im BIND-Format erzeugen.
  • IPv6 ohne Tippfehler: Die 32 Nibbles eines ip6.arpa-Namens automatisch bilden statt von Hand.
Fragen

Häufige Fragen

Was ist ein PTR-Record?

Ein DNS-Eintrag, der einer IP-Adresse einen Namen zuordnet, also die Rückwärtsauflösung. Er steht unter dem Reverse-DNS-Namen der Adresse in der Zone in-addr.arpa (IPv4) oder ip6.arpa (IPv6).

Wo trage ich den PTR-Record ein?

In der Reverse-Zone des IP-Netzes. Die verwaltet in der Regel der Provider oder Hoster, dem das Netz gehört. Bei Servern finden Sie die Einstellung oft im Kundenmenü unter „Reverse DNS“ oder „rDNS“.

Warum hat ein ip6.arpa-Name 32 Ziffern?

Weil jede der 32 Hexziffern einer IPv6-Adresse eine eigene Ebene im DNS bildet. So lassen sich Zonen an jeder 4-Bit-Grenze delegieren.

Was ist RFC 2317?

Ein Verfahren, um Reverse-Zonen für Netze kleiner als /24 zu delegieren. Der Provider setzt CNAMEs auf eine Unterzone, zum Beispiel 64/26.113.0.203.in-addr.arpa, die Sie selbst verwalten.

Wie prüfe ich den Reverse-DNS-Eintrag einer IP-Adresse?

Mit dig -x 192.0.2.10 +short unter Linux und macOS oder nslookup 192.0.2.10 unter Windows. Beide Befehle fragen den PTR-Record ab und zeigen den hinterlegten Hostnamen.

Warum lehnen Mailserver E-Mails ohne passenden PTR-Record ab?

Viele Empfänger werten fehlende oder generische Reverse-DNS-Einträge als Hinweis auf Spam-Versand. Sie erwarten, dass der PTR-Name wieder auf dieselbe IP-Adresse zeigt (Forward-Confirmed Reverse DNS).

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