Hat KI ein Gedächtnis? Kontext, Memory und Projekte erklärt
Hat KI ein Gedächtnis? Ein Sprachmodell selbst merkt sich nichts zwischen zwei Anfragen. Was wie Gedächtnis wirkt, entsteht durch drei Mechanismen: das Kontextfenster eines Gesprächs, gespeicherte Erinnerungen und Projekte mit festen Dokumenten.
1. Das Kontextfenster
Innerhalb eines Chats schickt die Anwendung bei jeder Nachricht den bisherigen Verlauf mit. Das Modell „erinnert“ sich also nur, weil es den ganzen Text erneut liest. Ist das Kontextfenster voll, fallen ältere Teile heraus oder werden zusammengefasst. Wie viel hineinpasst, zeigt der Kontextfenster-Rechner.
2. Gespeicherte Erinnerungen
ChatGPT, Claude und Gemini bieten Memory-Funktionen: Die Anwendung speichert Fakten wie Ihren Beruf, Vorlieben oder laufende Vorhaben und fügt sie neuen Gesprächen automatisch hinzu. Manche Dienste beziehen auch frühere Chats ein.
3. Projekte und Anweisungen
In Projekten oder eigenen Assistenten hinterlegen Sie Dokumente und dauerhafte Anweisungen, die in jedem Gespräch des Projekts gelten. Das ist gezielter als automatische Erinnerungen.
Kontrolle und Datenschutz
- Prüfen Sie in den Einstellungen, welche Erinnerungen gespeichert sind, und löschen Sie, was nicht mehr stimmt.
- Schalten Sie Memory für vertrauliche Arbeit ab oder nutzen Sie temporäre Chats.
- In Unternehmen sollten Regeln festlegen, ob Memory erlaubt ist; siehe KI-Richtlinie.
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Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.