Function Calling erklärt: Wie KI-Modelle Werkzeuge nutzen
Function Calling, bei Anthropic Tool Use genannt, erlaubt einem Sprachmodell, Funktionen Ihrer Anwendung aufzurufen: eine Datenbank durchsuchen, das Wetter abrufen, einen Termin anlegen. Das Modell führt dabei nichts selbst aus, sondern sagt, welche Funktion mit welchen Werten aufgerufen werden soll.
Der Ablauf
- Sie beschreiben dem Modell die verfügbaren Werkzeuge: Name, Beschreibung, Parameter als JSON-Schema.
- Der Nutzer stellt eine Frage, etwa „Wo ist meine Bestellung A-1023?“.
- Das Modell antwortet nicht mit Text, sondern mit einem Aufruf:
bestellung_suchen(bestellnummer="A-1023"). - Ihr Programm führt die Funktion aus und gibt das Ergebnis an das Modell zurück.
- Das Modell formuliert daraus die Antwort.
Gute Werkzeugbeschreibungen
- Die Beschreibung sagt, wann das Werkzeug genutzt werden soll, nicht nur, was es tut.
- Parameter haben klare Namen und Beispiele.
- Feste Werte als Aufzählung (enum) statt freiem Text.
- Wenige, klar getrennte Werkzeuge statt vieler ähnlicher.
Definitionen im richtigen Format erzeugt der Function-Calling-Generator.
Sicherheit
Prüfen Sie jeden Aufruf, bevor Sie ihn ausführen: Darf dieser Nutzer diese Daten sehen? Folgenreiche Aktionen sollten bestätigt werden. Werkzeugbeschreibungen kosten bei jeder Anfrage Tokens. Wiederverwendbare Werkzeuge für viele Anwendungen bietet das Model Context Protocol.
Erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.