Project Suncatcher: Google testet KI-Chips im Weltall
Google erforscht, ob sich KI-Rechenzentren ins Weltall verlagern lassen. Bei Project Suncatcher sollen solarbetriebene Satelliten mit Google-eigenen KI-Chips in einer Umlaufbahn rechnen. Erste Testchips sind bereits gestartet.
Vier Prototyp-Chips vom Typ Trillium v6e flogen am 1. Oktober mit einer SpaceX-Rakete ins All, zwei Demonstrations-Satelliten in Zusammenarbeit mit Planet sollen Anfang 2027 folgen. Die Vision: Cluster aus 81 Satelliten in rund 650 Kilometern Höhe, verbunden durch Laser mit bis zu 800 Gigabit pro Sekunde in jede Richtung.
Die Hürden sind groß. Im Test war der Grafikspeicher am empfindlichsten für Strahlung, und die Kühlung begrenzt die Chips auf Rechenphasen von 15 Minuten. Wirtschaftlich lohnt sich das laut Google erst, wenn Startkosten unter 200 Dollar pro Kilogramm fallen; heute sind es rund 3.600 Dollar. Google-Manager James Manyika erwartet in den nächsten Jahren nichts sinnvoll Nutzbares.
Der Energiebedarf der KI treibt Firmen zu ungewöhnlichen Ideen. Effizienz beginnt aber bei der einzelnen Anfrage: Kürzere Prompts und passende Modelle sparen Rechenleistung und Geld, siehe KI-Kosten senken.
Quellen
Eigene Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Quellen, erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Illustration: Tokenlabor, per Programm gezeichnet, kein KI-Bild.


