DHCP-Bereich berechnen

DHCP-Bereich berechnen: Pool, statische Adressen und Gateway für ein Netz planen und die Konfiguration für dhcpd, dnsmasq, Kea oder Windows Server erzeugen.

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Aufteilung des Netzes
BereichVonBisAdressen
    Konfiguration

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    Pool, Reservierungen und Lease-Zeit

    Mit dem Rechner können Sie einen DHCP-Bereich berechnen, der zum Netz passt: Aus Netzadresse und Präfix ergeben sich die nutzbaren Adressen, davon bleiben am Anfang Adressen für Router, Server, Drucker und Access Points frei, am Ende auf Wunsch weitere. Dazwischen liegt der DHCP-Pool. Sie können auch Pool-Beginn und Pool-Ende direkt eintragen; das Werkzeug prüft dann, ob die DHCP-Range im Netz liegt, ob das Gateway außerhalb des Pools bleibt und ob der Pool für die erwartete Zahl an Geräten reicht.

    Aus denselben Angaben entsteht die Konfiguration für gängige Server: ein subnet-Block für die dhcpd.conf des ISC-Servers, die Zeilen für dnsmasq dhcp-range und dhcp-option, ein JSON-Abschnitt für Kea DHCPv4 und die PowerShell-Befehle für einen Windows-DHCP-Server. Der ISC-Server wird seit 2022 nicht mehr weiterentwickelt; als Nachfolger empfiehlt ISC selbst Kea.

    Die Lease-Zeit bestimmt, wie lange ein Gerät seine Adresse behält, bevor es sie erneuern muss. Clients versuchen nach der Hälfte der Zeit zu verlängern. Lange Leases verringern den Verkehr, belegen aber Adressen von Geräten, die längst weg sind; kurze Leases passen zu Gast-WLANs mit vielen wechselnden Geräten. Feste Adressen innerhalb des Pools vergeben Sie besser per Reservierung über die MAC-Adresse. Größere Netze teilen Sie vorher mit dem Subnetz-Rechner oder dem VLSM-Rechner auf.

    Anleitung: DHCP-Bereich berechnen in 4 Schritten

    1. Tragen Sie das Netz in CIDR-Schreibweise und das Gateway ein, etwa 192.168.10.0/24 und 192.168.10.1.
    2. Legen Sie fest, wie viele Adressen am Anfang für statische Geräte reserviert bleiben, oder geben Sie Pool-Beginn und Pool-Ende direkt an.
    3. Wählen Sie DNS-Server, Domain und Lease-Zeit.
    4. Kopieren Sie die Konfiguration für ISC dhcpd, dnsmasq, Kea oder Windows Server.

    Typische Anwendungsfälle

    • Im Büronetz sollen Drucker und Server feste Adressen am Anfang behalten, Clients aus einem Pool dahinter.
    • Ein Gästenetz bekommt einen großen Pool mit kurzer Lease-Zeit.
    • Bei der Umstellung von ISC dhcpd auf Kea wird derselbe Bereich in beiden Formaten benötigt.
    • Sie prüfen, ob ein vorhandener Pool zum Netz passt und das Gateway nicht im Pool liegt.
    Fragen

    Häufige Fragen

    Sollte das Gateway im DHCP-Pool liegen?

    Nein. Router, Server und andere Geräte mit fester Adresse gehören außerhalb des Pools, sonst kann der DHCP-Server ihre Adresse an einen Client vergeben. Das Werkzeug warnt, wenn das Gateway im Pool liegt.

    Wie groß sollte der DHCP-Pool sein?

    Mindestens so groß wie die Zahl der Geräte, die gleichzeitig eine Adresse brauchen, plus Reserve für Gäste und wechselnde Geräte. Bei kurzer Lease-Zeit werden Adressen schneller wieder frei.

    Was ist der Unterschied zwischen Reservierung und statischer Adresse?

    Eine Reservierung vergibt der DHCP-Server immer an dieselbe MAC-Adresse, das Gerät bleibt auf DHCP. Eine statische Adresse wird am Gerät selbst eingetragen und muss außerhalb des Pools liegen.

    Warum ist der Pool bei /30 oder /31 so klein?

    Ein /30 hat nur zwei nutzbare Adressen, eine davon braucht das Gateway. Solche Netze sind für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen gedacht, nicht für DHCP.

    Wie lang sollte die Lease-Zeit sein?

    Das hängt vom Netz ab. In Netzen mit vielen wechselnden Geräten wie Gast-WLAN sind kurze Zeiten von einigen Stunden üblich, im festen Büronetz eher ein bis mehrere Tage. Die Clients versuchen nach der Hälfte der Zeit zu verlängern (T1 nach RFC 2131).

    Was passiert, wenn zwei DHCP-Server im selben Netz laufen?

    Beide beantworten Anfragen, und Clients nehmen das erste Angebot an. Überschneiden sich die Pools, drohen doppelte Adressen. Für Ausfallsicherheit nutzen Sie geteilte Pools oder Failover-Funktionen des DHCP-Servers.

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