KI-Rechenzentren verdrängen günstige Smartphones

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Der Ausbau von KI-Rechenzentren hat Folgen weit über die Technikbranche hinaus. Weil Speicherhersteller ihre Produktion auf teure Chips für KI-Server umlenken, werden günstige Smartphones knapp und teurer.

Nach Zahlen des Marktforschers IDC sank die Zahl der ausgelieferten Smartphones unter 100 Dollar im zweiten Quartal 2026 um fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neue Einsteigermodelle kosten nach Berichten rund ein Viertel mehr. Die Preise für den in Handys verbauten Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR sind stark gestiegen.

Der Grund: Speicherhersteller liefern bevorzugt an KI-Rechenzentren, wo sich mit Hochleistungsspeicher mehr verdienen lässt. Für die Hersteller günstiger Handys bleiben weniger und teurere Bauteile. Bei Xiaomi etwa sank der Anteil der Geräte unter 100 Dollar an allen Auslieferungen binnen eines Jahres von 27,7 auf 11,2 Prozent.

Besonders betroffen sind Schwellenländer: In Indien brach der Markt für Handys unter 100 Dollar schon im ersten Quartal um 59 Prozent ein, und in Afrika fiel 2025 der Großteil aller verkauften Smartphones in die Preisklasse unter 200 Dollar. Für viele Menschen dort war ein günstiges Smartphone der einzige Zugang zum Internet.

Was das für Sie bedeutet

Die Kosten der KI zeigen sich nicht nur auf der API-Rechnung, sondern auch bei Strom, Chips und Speicher. Wer KI sparsam einsetzt, kleine Modelle wählt und unnötige Tokens vermeidet, spart Geld und Rechenleistung; Tipps dazu stehen im Ratgeber KI-Kosten senken.

Quellen

Eigene Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Quellen, erstellt mit Unterstützung von KI, geprüft und redaktionell verantwortet von Leon Blatz. Illustration: Tokenlabor, per Programm gezeichnet, kein KI-Bild.

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