Hash-Typ erkennen

Hash-Typ erkennen anhand von Länge, Zeichen und Präfix: MD5, SHA-1, SHA-256, bcrypt, Argon2, NTLM, Unix-crypt und weitere, mit optionaler Gegenprüfung per Klartext.

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EingabeMögliche Typen

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Hash identifizieren: so funktioniert die Erkennung

Ein Hash allein verrät nicht, mit welchem Verfahren er entstanden ist. Länge, Zeichenvorrat und Präfix geben aber starke Hinweise. Das Werkzeug erkennt den Hash-Typ anhand dieser Merkmale: 32 Hex-Zeichen passen zu MD5 oder NTLM, 40 zu SHA-1, 64 zu SHA-256 oder SHA3-256. Formate mit Präfix sind eindeutiger, etwa $2b$ für bcrypt, $argon2id$ für Argon2, $6$ für SHA-512-crypt aus /etc/shadow, $apr1$ für Apache-htpasswd oder pbkdf2_sha256$ für Django.

Ein Hash Identifier liefert immer Kandidaten, keine Gewissheit: MD5 oder SHA-1 lassen sich nur an der Länge unterscheiden, NTLM und MD5 haben dieselbe. Wenn Sie einen Klartext kennen, etwa ein Testpasswort aus Ihrer eigenen Anwendung, tragen Sie ihn ein. Das Werkzeug rechnet dann MD5, NTLM, MD4, SHA-1, SHA-2, SHA-3, Keccak und das MySQL-Format nach und bestätigt, welches Verfahren passt. Bei gesalzenen Verfahren wie bcrypt bleibt es bei der Erkennung von Format und Parametern.

Das Werkzeug ist zum Hash identifizieren in eigenen Systemen gedacht, etwa bei einer Datenbank-Migration oder einer Sicherheitsprüfung. Es knackt keine Hashes. Hashes wie MD5, SHA-1 oder ungesalzenes SHA-256 sind für Passwörter ungeeignet; stellen Sie in diesem Fall auf Argon2id, bcrypt oder PBKDF2 um. Eigene Hashes erzeugen Sie mit dem Hash-Generator oder dem SHA-3-Rechner.

Anleitung: Hash-Typ erkennen in 3 Schritten

  1. Einen oder mehrere Hashes, einen pro Zeile, in das Eingabefeld einfügen oder unter „Weitere Beispiele“ Muster laden.
  2. In der Tabelle unter „Mögliche Typen“ die Kandidaten je Hash ablesen, etwa MD5, NTLM, SHA-1, bcrypt oder Argon2.
  3. Falls ein Klartext bekannt ist, ihn bei „Klartext zum Gegenprüfen (optional)“ eintragen, um das passende Verfahren zu bestätigen.

Typische Anwendungsfälle

  • Datenbank-Migration: Herausfinden, mit welchem Verfahren eine alte Anwendung Passwörter gespeichert hat.
  • Sicherheitsprüfung: Unsichere Passwort-Hashes wie MD5 oder ungesalzenes SHA-1 in eigenen Systemen erkennen.
  • Linux-Konten prüfen: Einträge aus /etc/shadow anhand des Präfixes dem Verfahren zuordnen.
  • Mit einem Testpasswort aus der eigenen Anwendung nachrechnen, ob MD5, NTLM oder SHA-256 verwendet wird.
Fragen

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob ein Hash MD5 oder SHA-1 ist?

An der Länge: MD5 hat 32 Hex-Zeichen (128 Bit), SHA-1 hat 40 (160 Bit), SHA-256 hat 64. Bei gleicher Länge, etwa MD5 und NTLM, hilft nur ein bekannter Klartext zum Nachrechnen.

Woran erkenne ich bcrypt?

bcrypt-Hashes beginnen mit $2a$, $2b$ oder $2y$, danach folgt der Kostenfaktor (zum Beispiel 10 oder 12) und 53 Zeichen aus Salt und Hash. Insgesamt sind es 60 Zeichen.

Was ist ein NTLM-Hash?

Der Passworthash von Windows: MD4 über das Passwort in UTF-16LE, 32 Hex-Zeichen. Er ist ungesalzen und schnell zu berechnen und daher bei Angriffen besonders begehrt.

Kann das Werkzeug einen Hash entschlüsseln?

Nein. Hashes sind Einwegfunktionen. Das Werkzeug bestimmt nur das wahrscheinliche Verfahren und kann prüfen, ob ein von Ihnen eingegebener Klartext zum Hash passt.

Welche Hashes sind für Passwörter geeignet?

Argon2id, scrypt, bcrypt und PBKDF2 mit vielen Iterationen. MD5, SHA-1, SHA-256 ohne Salt, NTLM und MD5-crypt gelten für Passwörter als unsicher.

Woran erkenne ich einen Hash aus /etc/shadow?

Am Präfix zwischen Dollarzeichen: $1$ steht für MD5-crypt, $5$ für SHA-256-crypt, $6$ für SHA-512-crypt und $y$ für yescrypt, das neuere Distributionen verwenden.

Woran erkenne ich einen Argon2-Hash?

Er beginnt mit $argon2id$, $argon2i$ oder $argon2d$, danach folgen die Version (v=19) und die Parameter m, t und p für Speicher, Durchläufe und Parallelität, dann Salt und Hash.

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