AES-Verschlüsselung: Text mit AES-256 verschlüsseln
AES-Verschlüsselung im Browser: Text mit AES-256-GCM und Passwort verschlüsseln und wieder entschlüsseln, Schlüsselableitung per PBKDF2.
Alles läuft in Ihrem Browser, Eingaben werden nicht übertragen. Nur zum Lernen und Testen: Verwenden Sie für echte Geheimnisse und Produktivsysteme geprüfte Werkzeuge Ihrer Organisation.
AES-256-GCM mit Passwort: Aufbau
Die AES-Verschlüsselung in diesem Werkzeug nutzt AES-256 im Modus GCM über die WebCrypto-Schnittstelle des Browsers. Aus Ihrem Passwort wird mit PBKDF2-SHA-256 und einem zufälligen Salt ein 256-Bit-Schlüssel abgeleitet; voreingestellt sind 600.000 Iterationen, wie sie das OWASP Password Storage Cheat Sheet für PBKDF2-HMAC-SHA256 empfiehlt. AES-GCM verschlüsselt und schützt zugleich vor Veränderung: Wird ein Zeichen im Ergebnis verändert, schlägt das Entschlüsseln fehl.
Das Ergebnis ist ein Base64-Text mit festem Aufbau: 16 Byte Salt, 12 Byte IV (Initialisierungsvektor) und danach Chiffretext mit 16 Byte Authentifizierungs-Tag. Weil Salt und IV bei jedem Durchlauf neu gezogen werden, sieht derselbe Text jedes Mal anders aus. Wer so einen Text verschlüsseln und später entschlüsseln will, braucht nur dieses Base64, das Passwort und dieselbe Iterationszahl. Mit „Ergebnis übernehmen“ können Sie den Rückweg direkt ausprobieren.
Grenzen: Die Sicherheit steht und fällt mit dem Passwort; ein kurzes Passwort lässt sich trotz PBKDF2 erraten. Nutzen Sie eine lange Passphrase. Das Format ist ein einfaches, offen beschriebenes Schema und nicht kompatibel zu Programmen wie OpenSSL oder 7-Zip. Für vertrauliche Dateien und Produktivsysteme verwenden Sie geprüfte Werkzeuge wie age, GnuPG oder die Verschlüsselung Ihres Betriebssystems.
Anleitung: AES-Verschlüsselung in 4 Schritten
- Unter „Richtung“ Verschlüsseln wählen und den Text in das Feld „Eingabe“ schreiben.
- Ein langes „Passwort“ eintragen und die „PBKDF2-Iterationen“ auf dem voreingestellten Wert lassen oder bewusst ändern.
- Das „Ergebnis“ als Base64-Text mit „Kopieren“ übernehmen.
- Zum Testen „Ergebnis übernehmen und Richtung wechseln“ wählen und den Text mit demselben Passwort wieder entschlüsseln.
Typische Anwendungsfälle
- AES-GCM verstehen: Ausprobieren, wie Salt, IV und Authentifizierungs-Tag zusammenwirken und warum der Chiffretext jedes Mal anders aussieht.
- Manipulation zeigen: Ein Zeichen im Ergebnis ändern und sehen, dass die Entschlüsselung fehlschlägt.
- Eigene Implementierung prüfen: Den offen beschriebenen Aufbau mit PBKDF2 und AES-256-GCM als Referenz für Tests im eigenen Code nutzen.
Häufige Fragen
Ist AES-256 sicher?
AES-256 gilt als sicher und wird weltweit eingesetzt. Die Schwachstelle ist fast immer das Passwort oder der Umgang mit dem Schlüssel, nicht der Algorithmus.
Warum sieht das Ergebnis jedes Mal anders aus?
Salt und IV werden bei jeder Verschlüsselung zufällig gewählt. Das ist gewollt: So erkennt niemand, ob zweimal derselbe Text verschlüsselt wurde.
Was ist AES-GCM?
Galois/Counter Mode ist ein Betriebsmodus, der verschlüsselt und zusätzlich einen Prüfwert (Tag) erzeugt. Veränderte Daten werden beim Entschlüsseln erkannt und abgelehnt.
Was passiert, wenn ich das Passwort vergesse?
Dann lässt sich der Text nicht mehr entschlüsseln. Es gibt keine Hintertür und keine Kopie auf einem Server.
Kann ich den Text mit OpenSSL entschlüsseln?
Nicht direkt mit dem openssl-enc-Befehl, weil das Format anders aufgebaut ist. Mit einer Bibliothek, die PBKDF2 und AES-GCM beherrscht, lässt es sich anhand des beschriebenen Aufbaus nachbauen.
Was ist der Unterschied zwischen AES-128 und AES-256?
Die Schlüssellänge: 128 oder 256 Bit, AES-256 rechnet außerdem mit 14 statt 10 Runden. Beide gelten als sicher; AES-256 bietet mehr Reserve, etwa gegenüber künftigen Quantencomputern.
Warum schlägt das Entschlüsseln fehl?
Meist stimmt das Passwort oder die Zahl der PBKDF2-Iterationen nicht, oder der Base64-Text wurde unvollständig kopiert oder verändert. AES-GCM erkennt jede Abweichung und gibt dann gar nichts aus.
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